wohnzimmerspionage_fünf_friedrichstadt

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fotos: felix liebig, gartenlaube mit freundlicher genehmigung von familie wagner

nach vier spionagetouren in pieschen heißt es: die wohnzimmerspione schwärmen aus! aber keine angst: am 7. oktober schnüffeln sie ab 22 uhr nochmal in pieschen.

hier also spionierten sie am 30. september 2011 in der friedrichstadt. das friedrichstadtZentral hatte uns dankenswerter weise eingeladen und zehn leute kamen um in der friedrichstadt nach dem abendlich rechten zu sehen. bei goole-maps. das motto kam von einer eben noch gefundenen postkarte und wurde von mir interpretiert:

„zum leben (in der friedrichstadt) muss man geboren sein“ 

in anlehnung an die themen des kupapa im september ging es uns um „wohngestalten“ *). was für wohnformen gibt es in der friedrichstadt und warum? was für typen wohnen da und warum? wie sind sie entstanden und auf welche weise kommt das eigenartig abgehängte image des stadtteils zustande? kann das wohnen dabei in seiner anatomie & geografie ein katalysator sein?

ehrlich: wir haben nur die hälfte geschafft. es ging los im interim-wohnzimmer auf dem „kulturparkplatz“ mit zelt und sofa und bier. beim „stadt riesa“ – dem heimlichen wohnzimmer des stadtteils – war schluss, dafür aber mit erklärung des namens von einem insider! zwischendurch durften wir eine gartenlaube – den „ort des friedens“ wie es der insider nannte – besichtigen und bekamen alles wissenswerte über die subjektive friedrichstädter historie erzählt. übrigens standen wir ein paar zentimeter unterhalb der hochwasserlinie von 2002. atlantis für gärtner, vielleicht gab es deshalb auch ein aquarium dort? ebenso durften wir zu später stunde noch einen blick in den hof des laubenganghauses friedrichstraße 29 werfen, wo ich am vortag noch mit einem herrn „gefensterlt“ hatte. danke dem unbekannten türöffner! eigentlich wollten wir noch bis zur waltherstraße auf die güterbahnhofbrücke kommen, doch die halbe tour war schon sehr aufschlussreich!

nachher im „stadt riesa“ zeigte mir kollege jan noch ein neues buch, das sich erst jetzt für mich als geradezu genial passend zum thema herausstellte: alain de botton: glück und architektur. von der kunst, daheim zuhause zu sein. dazu ein interessanter link zu einer rezension nach berlin.

dank dafür. danke auch an micha und die spione.

to be continued… vorraussichtlich im frühjahr 2012.

*) ich hatte mir vorher durchaus einige gedanken dazu gemacht – wir suchen wohngestalten! – anatomien & geografien – blick auf die wohnlage!

+ volle wohnungen mit allem, was mensch braucht.
+ leere wohungen ohne alles… leblos.
+ stoisches wohungsfeilschen im vermietbüro in der platte
+ wohnen im himmelreich unter der erde auf den friedhöfen
+ wohnen auf zeit (oder für immer) im krankenhaus
+ familienfreundliches spirituosenkontor als bauherrengemeinschaft
+ buchbindefabrik als poetischer wohn- und arbeitsplatz
+ frecher balkon über der abrisskante
+ friedliche gartenlaube als ersatzwohnung
+ kulturparkplatz als wohnungsbedingte notwendigkeit? sind sie wichtiger als wohnen?
+ hochwassersicherer altenwohnsitz in historischer heterogener umgebung

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