++ Kultur!ngenieur ++ Ticker ++ 120910 ++

10. September 2012

Liebe Raum-Bildner,

mit etwas Verspätung und der Gunst der Ruhe gibt es Neues vom Kultur!ngenieur.
 
Der Urlaub war sonnig und nass und der Sommer ist immernoch da, es ist heiß im Büro.
 
Zurück in Dresden stehe ich leider in jeder Menge langen Schatten kleiner Geister und tiefstehender Kultursonne, denn diverse Kulturinitiativen benötigen breite Unterstützung gegenüber diversen kurzsichtigen Entscheidungen. Deshalb gibt es auch im Umkreis des Kultur!ngenieurs – in und neben der Projektarbeit – zahllose Gespräche und Projekte, die ein Ziel haben: Kultur als Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen zu begreifen und Raum als universelle Existenzgrundlage aller zu behandeln. Damit wir überhaupt erstmal verstehen, was das Trendwort Partizipation bzw. Bürgerbeteiligung bedeutet und möglich macht. Und damit wir uns eines Tages nicht in einem Wust von Gesetzen, sondern einem Dschungel von Freiräumen wiederfinden.
 
Kurzum: Raum neu denken. Raum alternativ nutzen. Raum-Bildung von Anfang an :) Kinder an die Macht!
 
Mit umtriebigen Grüßen,
der Kultur!ngenieur.
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Ausblick >>>>>>>>>> September

++ Wohzimmersp!onage # 14 = Industriesp!onage. Schon sehr bald startet eine neue Wohnzimmersp!onage (mehr). Zwischen Militärproduktion, Staatsdoktrin und Dienstleistungsnomenklatur ist im sog. Industriegelände Dresden lange ein Myzel aus Musikern, Handwerkern, Künstlern, Tänzern und vielen anderen gewachsen, die die Gunst offener Räume für jede Menge Kulturproduktion nutzen. Wir kundschaften das aus: am Freitag, 21. September 2012 schon um 18:00 Uhr, Treffpunkt: Tram-Haltestelle “Industriegelände”  der Linie 7 & 8, Eingang Industriegelände, Hermann-Mende-Straße 1, 01099 Dresden Wie immer mit neugierigen Gästen & ortskundigen Gastgebern. ++
 
++ CYNAL Salon. Das Gesprächsformat wird sich anlässlich der ersten Printausgabe CYNAL #1 eingehender mit dem „Gefühlten Wert der Leerstelle“ auseinandersetzen. Der Kultur!ngenieur ist als Mitredakteur, Mitautor und Mitgesprächspartner dabei. Am Samstag, 29. September 2012 um 16 Uhr, galerie module Kunsthalle, Königsbrücker Straße 96, Halle 7c, 01099 Dresden. – Die Plattform Cynal sucht Unterstützung für die Printausgabe Cynal #1. Mehr. – Werbeanzeigen könnn über mail@cynal.de angeboten werden. ++
 
++ friedrichstadtZentral „muss raus“. Der Kunst- und Kulturverein mag den Daseins-Kampf mit den Eigentümern verloren haben, nun laufen längst die schwierigen Verhandlungen mit Geld- und Raumgebern. Mehr zum Komplex. ++
++ Freiraum Elbtal. Der Experimentalraum für alternative Lebensaspekte rund um Transition Towns am Puschkinplatz in Dresden „muss runter“. Die Eigentümer haben dem Verein gekündigt. Hier ist die Lage inhaltlich und personell vielschichtiger. Der Masterplan der Stadt kann das leider nicht moderieren. Mehr auf den Seiten des Vereins. ++
++ Freiraum / Essbarer Garten. Auch in Prohlis ist der Mutterboden noch nicht gerettet. Bitte sucht den Kontakt unter essbarergarten@prohlis-online.de und wendet Euch an Ulrike Gärtner! Danke. ++
++ Flatterulme Koenigsbrücker 49. Da macht es Sinn, dem Verkehrswahn auch mal die Natur wohlgewachsen entgegenzuhalten. Ein fetter Strauß. Eine Petition zum Erhalt der Ulme an der Königsbrücker Straße 49 gibt es hier. ++
 
Juli/August <<<<<<<<<< Rückblick
++ Mediensafari. Das Jugendmedienprojekt war ein Erfolg. Im Februar 2013 gibt es den nächsten Teil. Mehr auf dem Stadtsafariblog. Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).  ++
Audiophiles
++ Radio hören bildet. Wir wissen jetzt fast alle, was „Commons“ sind, aber was sind „Allmenden“? Die Erkenntnis muss nicht immer den Umweg über den anderen Sprachraum nehmen, tut es aber doch. Ein hervorragendes Feature zur (alternativen) Raumnutzung damals und heute gibt es beim Deutschlandfunk: AnkündigungMP3. ++ Wer gern sprachgewandte Songs hört, die nicht von übertriebenen Klangwelten vernebelt werden, dem sei Dota mit ihren Stadtpiraten ans Herz gelegt. Eine Autobahnfahrt Zeit im Wagen der Kollegin war genug um ein positives Urteil über die Alben: „Die Kleingeldprinzessin“ (2003), „Schall und Schatten“ (2009) und „Bis auf den Grund“ (2010) zu fällen. ++
Bibliographisches
 
++ Im Urlaub liest man, und liest und liest. Dabei sind wunderbare Leseerlebnisse und bibliographische Seitensprünge herausgesprungen. Alles begann mit einer Art autobiographischen Entwicklungsroman von Hanns-Josef Ortheil namens „Die Erfindung des Lebens“ (2011) aus kundiger Hand im Urlaubsgepäck. Den empfehle ich in aller Zartheit und Ehrlichkeit gern so weiter wie er mir empfohlen wurde, weil er die Augen schlicht für das Leben öffnen kann. ++ Dann wurde ich mit Wiglaf Droste erschlagen und fand seine bei Edition Tiamat erschienene Lektüre „Auf sie mit Idyll“ (2011) am Ende trotz einiger sprachlicher oder inhaltlicher Längen erfrischend und anregend. Ins Besondere was die darin enthaltenen bibliographischen Seitenverweise angeht. ++ Im Laden stolperte ich dann über Stéphane Hessel und seine Büchlein „Empört Euch!“ und „Engagiert Euch!“ (2011). Nicht alles darin ist haarklein wörtlich zu nehmen, aber das war noch nie so. Der Einblick in ein kämpferisches Herz und einen weitsichtigen Kopf ist es aber wert. ++

>>> Einladen & Ausladen <<<

++ Wer dem Kultur!ngenieur folgen mag, der drücke gerne den „Follow“-Knopf, nicht auf Twitter, sondern auf kulturingenieur.com und erhalte Email-Erinnerungen bei neuen Artikeln. Das lohnt sich! ++ Wer Menschen kennt, die das hier Geschriebene gut finden könnten, und auch nicht ganz „Freund mit Facebook“ ist, leite es bitte gerne weiter. Vielen Dank. ++ Wer keinen ++Kultur!ngenieur–Ticker++ mehr bekommen möchte, der antworte mir bitte kurz. Vielen dank. ++

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