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Auf Johannstädter Streizügen

Ab Sofort wohnt & arbeitet der Kultur!ngenieur einen Monat für die Ausstellung Wohnkultur – zum Bauen und Wohnen nach 1945 in der Johannstadt und geht dabei mit älteren Menschen auf Streifzüge in deren persönliche Erinnerung an den Stadtteil.

Die Wohnung ist auf der Wormser Straße 24c in 01307 Dresden-Johannstadt. Erreichbar unter 0176 24083754.
Der Arbeitsort ist die Johannstadthalle auf der Holbeinstraße 68 in 01307 Dresden-Johannstadt. Erreichbar unter 0351 4469568.
Das Tagebuch des Projektes führt der Kultur!ngenieur auf der Website Streifzüge Johannstadt.

Orte der Erinnerung
– Ein Arbeitsaufenthalt zur Architekturfotografie verbunden mit einem Workshop für Senioren

6 Wochen lang lebt und arbeitet ein junger Fotograf in der Johannstadt mit dem Ziel, zusammen mit Senioren Orte deren Erinnerung aufzusuchen und zu dokumentieren. Ausgangspunkt sind dabei private Aufnahmen der Workshopteilnehmerinnen und –teilnehmer, die um aktuelle Aufnahmen dieser Orte ergänzt werden. So kann sich Dokumentarisches mit einem aktuellen Blick, Erfahrungswissen mit künstlerischer Betrachtung vermischen. Die künstlerische und generationsübergreifende Auseinandersetzung mit dem Baubestand der Johannstadt, ihrer Erinnerungskultur, mit dem Stadtteil an sich wird zum Arbeitsfeld.

Die „Johannstädter Streifzüge”

In Zusammenarbeit mit der Ausstellung „WohnKultur – Bauen und Wohnen nach 1945” in der JohannStadthalle entwickelt eine kleine Gruppe von 8 bis 10 Senioren im Frühsommer eigene fotografische Ausstellungsbeiträge. Diese sollen sich mit dem Ober-Thema „Raum – Zeit – Perspektiven” beschäftigen. Oder anders gefragt:

* An welche Orte in der Johannstadt erinnern sie sich besonders?
* Zu welchen Zeiten oder Zeitabschnitten haben sie die Johannstadt kennengelernt? 
* Mit welchem persönlichen Blick schauen sie heute auf die Johannstadt?

Ab Mitte Mai vereinbart die Gruppe  Termine zum Kennenzulernen und Spazierengehen in der Johannstadt sowie mehrere Einzeltermine um ihre fotografischen Interessen und vorhandenes Bildmaterial zu sondieren. Vom 3. bis 30. Juni dann betreibt das Team vier Wochen lang intensive Stadtteilforschung und Fotografie. Orte und Menschen werden z.T. (erneut) aufgesucht und individuelle fotografische Perspektiven auf Raum & Zeit in der Johannstadt entwickelt. Die Workshop-Termine werden gemeinsam geplant und gestaltet. Am Schluss steht die Vorbereitung von ganz persönlichen Foto-Beiträgen zur bestehenden Ausstellung „WohnKultur” für die Eröffnung in einer gesonderten Veranstaltung Anfang September 2013. Felix Liebig, Kultur!ngenieur, leitet und begleitet die Senioren methodisch bei ihren Streifzügen, ihrer Bildfindung und Auswahl. Er wird wie sie in der Johannstadt wohnen und sich ganz dem Stadtteil und den Menschen dort widmen.

campus!nventur

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fotos: felix liebig, 24. und 25. märz 2012.

mit der campus!nventur wagte sich der kultur!ngenieur auf neues sozialraumforscherisches terrain. sie war teil des eigenen programms zum 8. markt für dresdner geschichte und geschichten. ihr ziel ist das abbilden und weiterdenken des campus der tu dresden in geschichten, den persönlichen raumerlebnissen von menschen mit der tu dresden.

die campus!nventur begab sich wie einige andere jungakteure in die domaine der ehrenamtlichen historienforschung auf dem 8. dresdner geschichtsmarkt. mit erfolg! das eigene programm aus einem etwas zu kompliziert geratenen statischen inventar der individuellen raumerlebnisse mit der tu dresden als marktstand und der dynamischen spionage mit zeitzeugen und interessenten als spaziergang hat viel neues wissen erbracht. der methodisch „weiche“ zugang zu den geschichten der menschen über die tu dresden mittels audiokommentar und verortung auf der karte lässt allen deutungsspielraum. im unterschied zu wikipedia bleibt hier mehr raum für nichtfaktische setzungen, die dem poetischen und auch entwicklungspsychologischen wert der erzählung dienen. über die „zeitgeschichtliche collage“ der meisten beteiligten des marktes geht die inventur medial und personell in ihrer multiperspektivität hinaus. der ansatz ist in der form des zeitgeschichtlichen kommentars bzw. der reportage authentisch – der mensch steht mit seinem raumbild und raumerleben im mittelpunkt. erst im nachgang werden die kommentare gehört und vertextet und geben dann anlass zu weiteren fragen und einem soziokulutrell-raumforscherischen vertiefen der informationen im netz der beteiligten „erzähler“. ziel ist ganz klar eine „soziale konstruktion“ von raumidentitäten im universellen raum- und wissensverständnis der tu dresden. (brendlertext)

die authentischen worte über die orte der anwesenden menschen wurden von mir demnach aufgezeichnet und müssen nun nach publikationsrecht und aussagekraft vorgehört werden… >>> bald hier in ton & text. alsbald werden auch die geknüpften kontakte weiter entwickelt und anhand einer projektkonzeption die möglichkeiten des weiteren bearbeitens studiert. der campus der tud hat noch viel zu bieten und die menschen, die darüber erzählen können und wollen sind reich an eindrücken.

ein dank gilt den akteuren des geschichtsmarktes und dem netzwerk der (noch demografisch geprägten) geschichtswerkstätten, ohne die stadtgeschichte meinem über jahre des gegenseitigen kennens gewachsenen eindruck nach nicht faßbar und z.b. in den museen der stadt nicht bezahlbar wäre. in der tat produzieren die damen und herren der geschichtswerkstätten kultur in echtzeit, indem sie z.t. akribisch, z.t. mit der verve des zeitzeugen kulturelle schichten zu geschichte(n) zusammenstellen und interpretieren. zumeist unentgeltlich, wenn man von der sachkostenbezogenen publikationstätigkeit einiger absieht. einige forschen dafür so unbedarft und doch einzigartig gewandt, dass mir das herz blüht – wie herr fobe von der interessengemeinschaft historische friedrichstadt mit seinen collagen aus straßennamen bedeutender persönlichkeiten und philatelistisch passenden funden dazu, also der ebenfalls physisch-räumlichen wie archivarisch-kategorischen inventur von kulturanzeigern. er war sichtlich froh über die aufmunterung doch mal eine ausstellung zu veranstalten oder in einer kooperation mit jungen menschen weitergehend an dem thema zu forschen.

überflug 3 löbtau

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fotos: felix liebig, 25. september 2011

der nördliche teil des im april begonnenen spaziergangs folgte nun ein gutes halbes jahr später. bei google-maps.

löbtau nord ist anders:

hier bilden sich von löbtau-süd verschiedene stadtstrukturen ab. es gibt dort den bramsch-tunnel. dort stehen plattenbauten. die flächen zwischen den häusern sind weiter. es gibt hier auch, aber andere, gegensätze. zwischen dem kaffee-mühlen-löbtau und dem plattenbau-löbtau ist ein bruch, der heute mit würfelhäusern bebaut wird. wer erfahren will wie das namensgleiche bramschareal der tlg in der friedrichstadt aussehen soll, kann hier schonmal visionen tanken. andere gegensätzlichkeiten liegen eher im politischen milieu und betreffen bestimmte straßen oder bauten. ist es nicht gut, dass man diese kraft noch spürt?

auch fällt das gelände an der „schanze“  – einem dieser dresdner eigennamen – stark ab und mensch kann ein wenig den blick in richtung friedrichstadt schweifen lassen. unter diesem blick liegen kleingärten, ehem. bahnwohnanlagen, bahnsportanlagen und güterverschiebeanlagen. die wohnverhältnisse sind hier zudem ein wenig „unaufgeräumter“ und die bevölkerung vernehmlich heterogener. man guckt öfter in „hinterhöfe“ oder auch weniger aufgeräumte vorgärten als im süden. hier ist nicht alles umkreist vom bürgerlichen gartenspeck. hier gibt es mehr (öffentliche) ecken zum „hinpinkeln“, alles wirkt auf mich ein wenig lebendiger und doch reichlich zwischengelagert. unentschieden.

nicht alles ist so lebendig. mancherorts wurde das dorf zum umzäunten wohnzirkus, der verwirrender weise bei streetview ausgepixelt ist. wem hilft diese soziale gestik

mein gefühl – vielleicht aber auch nur die diesmal getätigten fotos – eröffnen mir dennoch einen vielgestaltigeren teil der stadt, der mehr freiräume oder zumindest andersartige räume und details bietet mit demzufolge poetischeren anmutungen. verspielter, versonnener als der süden. der blick fand mehr und konnte kritischer agieren. deshalb hier auch mehr fotos. dafür haben wir hier direkt mit leuten sprechen können, wie einer frau die mit tochter vor ihr haus trat um uns ein wenig vom objekt zu berichten. mit anderen lieferten wir uns fotoduelle, anstatt miteinander zu sprechen…

paralleles gibt es allerdings auch. während die stützenden strukturen mancherorts im süden aus metall sind, sind diejenigen im norden eben aus holz; das ist der epoche geschuldet und macht doch visuell eindruck.

übrigens wurde reichlich saatgut ausgebracht, das vom verregneten unkrautsalon übrig war. hier dürfen wir auf das frühjahr gespannt sein, wenn die saat der stadtteil(be)arbeit(ung) aufgeht… durch die blume gesprochen.

wichtig für uns:

der stadtteil hat ein gesicht und menschen, die dieses gesicht auch zeigen!

überflug 2 löbtau

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fotos: felix liebig

die wenigen fotos zeigen vielleicht schon die rahmenbedingungen einer gelungenen ‚gestaltung‘:
kooperation, gruppendynamik, phänomenologische eigentümlichkeiten, vorlauf für neues und schönes wetter…

bei ‚überflug 2‘ in löbtau am 30. april 2011 – dem ersten echten öffentlichen nach einem inoffiziellen virtuellen überlfug für „LA PÖSCH“ – war dies der fall. man könnte sich auch mal fragen, inwiefern diese these der dresden marketing gmbh zutrifft:

dem schönen begegnen“ — ?!

antithese: das können wir schon lange! und an stellen der stadt, die dieser aussage und den gezeigten bildern vordergründig sicher nicht entsprechen. so begabt sind wir.

synthese: dies ist mein fragment des nachdenkens über löbtau nach dem spaziergang …

marc, matti, ommez, felix – in der vorbereitung eine unkomplizierte zusammenarbeit. die schöne karte von marc nach dem austüfteln der route. die fixe zuarbeit vom durchreisenden matti. direkt vor ort im werk.statt.ladden entstanden im sprichwörtlichen handumdrehen noch die handgemachten dokumentations-feldbuch-bretter. diese wurden dann von den teilnehmenden offenbar ausgiebig genutzt. stifte kamen von mir und anregungen von uns allen, denn

jeder ist ein experte auf einem spaziergang!

die gruppe war durchaus homogen: um die 20 bis 30, kreativ begabt und / oder beschäftigt, neugierig. nur ein ortsbeirat stach altersmäßig heraus. dafür hatte er anstelle der neugier das nötige politische und historische basiswissen an board. eine hervorragende ergänzung! mich persönlich hat die dokumentationsfreude und gelassenheit der spazierenden überrascht. auch das rasten ‚im feld‘ der ereignisse an der weißeritz war völlig entspannt und es gab zu keiner zeit zweifel an der stimmigkeit des ereignisses. wichtig dabei: ausgangs- und endpunkt sind mit dem werk.statt.laden sehr konkret benannt und bieten den wichtigen ruhepol samt kulinarischer unterstützung.

‚draussen‘ ergaben sich neben typischen sinnlichen grundwahrnehmungen auch diverse eigentümliche entdeckungen. ich selbst habe – und damit wage ich mich in das feld der persönlichen sinnlichen überraschungen beim spazierengehen – eine sehr inspirierende erfahrung auf diesem spaziergang gemacht, die ich gerne wiederholen würde. objektiv besehen, gab es also auch solche unorte, die ihre eigene poesie entfalten, weil sie nicht in die üblichen wahrnehmungsmuster passen. orte, die aufgeschlossen oder aufgelassen sind und einen so selbst aufschließen – die bogengalerie mit dem mini-fernseher und der bank. orte, die vielleicht eine raumqualität haben, die zwischen zwei extremen entsteht – der abgang an der weißeritz zwischen wasser und treppeneinschnitt. u.v.a.m.

zahlreiche anknüpfungen für weitere aktivitäten ergaben sich problemlos. mal abgesehen von dem unfertigen spaziergang, den wir nach löbtau nord fortsetzen werden. an der weißeritzbrücke haben wir nicht nur einen (verkehrs)knoten gesehen, wir haben ihn auch gehört und mal die augen zugemacht. ein hörspaziergang ist sicher eine besonders spannende geschichte. der am weitesten gereiste teilnehmer mag jan aus zschachwitz gewesen sein. eine querschnittswanderung durch die stadt vom werk.statt.laden nach zschachwitz kann ich mir sehr spannend vorstellen. man muss nicht immer in ‚die sächsische‘ fahren um berge und bäume und verschlungene wege zu finden. etc.

das schöne wetter ist natürlich nicht alles. aber sonne und die weite helle des raumes über unseren köpfen und um uns herum beeinflussen sicher das ‚klima‘ eines stadtspazierganges. zumal nicht nur dinge, sondern auch menschen eine merkwürdige aura entfalten. alles strahlt—

deshalb gibt es auch gar nicht mehr zu sagen.
die inhaltliche auswertung hat noch nicht stattgefunden.
ich bin auf der ebene der reinen impression zunächst sehr angetan und habe lust auf kritische reflektionen als nächsten schritt.

fA!

freiheit Aushalten!

grafik: felix liebig, montage

an irgendeinem punkt um neujahr 2011 herum ging mir „das jahr der spaziergänge“ durch den kopf.
was man so findet auf seinen streifzügen! – manchmal auch auf einem ganz normalen weg von A nach B.

schwarz auf gelb

in dresden nichts besonderes;

wir leben in einer gesellschaft aus territorien und sichtbaren wie unsichtbaren handlungsanweisungen. (farb)codes! dem eigentlichen kulturgemäß-menschlichen handeln wird dabei in den seltensten fällen entsprochen. ritualisierung! freiräume sind kostbar geworden, aber es gibt sie. dies u.a. zu erforschen und zu ändern machen sich neben urbanofeel viele andere menschen zur aufgabe.

im alltag sehr präsent und doch übersehen sind dennoch diese schilder.
in der auseinandersetzung mit oben gesagtem und dem menschlichen bedürfnis nach (frei)raum  – also auch meinem freidenken – entstand das etwas abgewandelte schild:

freiheit Aushalten!

es begegnet uns tagtäglich. ein ready-made! überall da, wo freiheit anlässlich des omnipotenten und omnipräsenten eichmaßes unseres fortschritts eingegrenzt, gefiltert, abgezäunt, verschränkt wird – es kommt auf die lesart an.

wie in so vielen dingen im leben sollte man wissen, ob man aufgrund eigener bewegung vorwärts will oder lieber fortschreiten lässt. freiheit muss man in der tat jeden tag aushalten können, wenn man menschlich wachsen will. aber wem sage ich das … raum ist universell und denken ist universell. zunächst.

es kommt mehr hinzu:

dass der mensch das aushalten nicht immer kann, sieht man, wenn er mit echter freiheit konfrontiert ist, z.b. allein in einem großen raum, oder vor der entscheidung zwischen einer unbestimmbaren chance und einer sicheren rezeptur wählen zu müssen. und das ist menschlich.

aber: wir sind so ausgiebig und umfassend mit rezepturen für alles und jedes – mit produkten – umgeben, dass wir es gar nicht mehr wissen, wie man aus nichts etwas machen oder aus einem toten ort einen lebendigen platz machen kann. dass das spaß machen kann! unsere „neue realität“ (oder auch erweiterte realität der jetztzeit) hält uns bereits an sanften fesseln. wir müssen nicht mehr entscheiden. alle bedürfnisse sind schon gedeckt und erzeugt. die „dritte industrialisierung“ rollt. die produkte werden immer besser. uns geht es blendend.

was also müssen wir eigentlich noch aushalten? oder was treibt uns noch an?

aushalten müssen wir sogar einiges; all jenes, das von perfekten produkten nicht bedient werden kann. von z.b. unvermittelter und ungehinderter aggression durch menschen, die dem selbstdarstellungszwang im engmaschigen netz angepriesener ‚freiheit‘ nicht mehr standhalten über die – sinnlich aggressive – überfülle an „unnötigen“ informationen im stadtraum bis zu den tatsächlichen sinnlichen beanspruchungen, zu denen wir kaum noch vordringen, weil keiner mehr den sinn und einfluss perfekter produkte auf unsere frei(t)räume hinterfragt.
angetrieben werden wir trotzdem von mehr als dem erhalt der existenz. von neugierde, von der eigendynamik unseres bewußtseins. dem folgen wir so selten ernsthaft, dass immernoch die mär von der notwendigkeit der 40h-woche oder das paradighma (paradoghma?) von der leistungsgesellschaft funktionieren.

womit wir wieder beim fortschritt sind.

und jetzt explizit zum (auto)mobil, weil das z.t. hinter meiner argumentation steckt – als metapher: ich selbst bin überzeugt, dass die ikonen unseres gesellschaftlichen fortschritts uns womöglich ungeheuer aufhalten. das kann jeder jeden tag auf den einfallstraßen der großstadt beobachten. keine zeit für einfälle. ausfälle vielmehr. abfälle sowieso und abgase. stress. unsinn.

das perfekte sinnbild einer trägen, ungebremsten hülle (aus versprechungen), die das eigene agieren altern läßt und behäbig macht und unbeherrschbar die lebenszeit rafft.

in dresden möchte man dem nun mit echtzeit-verkehrsbeeinflussung begegnen. siehe den film „the italien job“! „welcome to dresden’s automated traffic control and operation centre“. die einbahnstraße in den köpfen, die schranken, die unsichtbaren roten ampeln, der subtile gasfuss im täglichen leben (z.b. beim morgentlichen schwimmen der berufspendler in der freiberger straße); das alles wird davon nicht verschwinden. und das ist nur ein laster unserer fortschrittlichen gesellschaft, der/das nichts trägt. nicht nur aus der atomkraft sollten wir bald aussteigen.

soviel zum kulturpessimismus ;)

ich träume von einer gesellschaft, in der wir die freiheit haben uns so zu bewegen wie wir das für richtig halten und zeit zum entdecken haben.

spaziergänge helfen dabei, sich ein paar dinge in echtzeit genauer anzusehen und zu reflektieren. nicht nur das sichtbare, auch das dazwischen. den raum zu öffnen durch das bewußte und nur mental zielgerichtete bewegen ohne ziel. sie machen optimistisch, weil alles noch vor uns liegt. der „innere visionär“ der schamanen ist nicht so abwegig. gehen und denken interagieren. im spazierengehen überlagern sich wahrnehmung und auseinandersetzung. zumal im dialog mit mitgängern. perspektiven wechseln dynamisch. das „dynamische seminar“.

davon gab es dieses jahr bereits einige und wird es weitere geben; in pieschern, in löbtau, in der friedrichstadt und dazwischen…

bitte aussteigen.

ps: 4. september 2011: freiheit Aushalten! bei google googlen und staunen. kultur ist ein prozess paralleler gedankenwelten, die irgendwann aufeinandertreffen. interessant dabei sind buch und theaterstück!