Der gefühlte Wert der Lee(h)rstelle

Text & Bild: cynal.de

Die Veröffentlichung dieser Informationen geschieht aufgrund der eigenen Beteiligung in Redaktion und Autorschaft bei #CYNAL 01. Herzliche Einladung!

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Alter Schwede, das war knapp!!!

Mit Hilfe der Supporter unseres Crowdfundings sind die Druckkosten für die erste Ausgabe gedeckt.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Supporter! Wir sind völlig aus dem Häuschen…

Wir möchten Euch einladen, mit uns gemeinsam das Erscheinen von #CYNAL 01 am 25. Oktober 2012 ab 19 Uhr in galerie modul.KUNSTHALLE DRESDEN zu feiern. An diesem Abend wird es neben dem Geruch druckfrischer Kunstjournale ein kleines, aber feines Buffet sowie Netlabel-Musik mit Konrad Behr geben.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

An dieser Stelle sei auch auf die Ausstellung zur ersten CYNAL-Printausgabe verwiesen:

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Der gefühlte Wert der Lee(h)rstelle

Laufzeit: 14.10.12 bis 4.11.12
Ort: galerie modul.KUNSTHALLE DRESDEN (www.galeriemodule.de)

Beteiligte Künstler_innen sind Sophie Aigner, Christian Bär, Julia Boswank, Sarawut Chutiwongpeti, Else Gold, Stephan Groß, Stefan Malicky, Christian Manss und Juliane Schmidt.

Die Ausstellung wird kuratiert von: Katja Dannowski, M.A.

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Veranstaltungen

Vernissage: 14.10.12 // 15 Uhr
Musikalische Improvisation für Kontrabass und Live-Elektronik von Felix Krüger und Sebastian Drichelt

Höhepunkt: 25.10.12 // 19 Uhr
CYNAL-Saloon: Feierliches Erscheinen #CYNAL 01 mit Kuchen, Keks und Brause
Netzmusik mit Konrad Behr (www.clongclongmoo.org)

Finissage: 4.11.12 // 16 Uhr
Lesung von Lyrikern aus #CYNAL 01

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Doch noch in den letzten 12 Stunden #CYNAL 01 supporten? Dann geht das hier: http://www.startnext.de/cynal-kunstjournal

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CYNAL#1 – Künstlerausschreibung: Der gefühlte Wert der Lee(h)rstelle

der kultur!ngenieur betreut einen redaktionellen teil dieser entstehenden publikation:

CYNAL – Open Call for Artists

„CYNAL – Neue Kunst im Dialog“ ist eine virtuelle und reale Plattform für zeitgenössische Kunst und interdisziplinäre Diskurskultur. Unter CYNAL.DE machen wir Termine aus Kunst und Kultur bekannt und öffnen so den Zugang in die freie Szene Dresdens und Umgebung. Ein weiterer Fokus ist die Auseinandersetzung mit kritischen Fragestellungen aus Kunst und Wissenschaft. Diese werden in transdisziplinären Texten und den regelmäßig stattfindenden CYNAL- Salons verhandelt.

Für Herbst 2012 plant CYNAL die Veröffentlichung eines künftig halbjährlich erscheinenden Kunstjournals im Sonderformat (19 x 24 cm), das eine Sammlung jeweils aktueller Tendenzen und Debatten der Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Lyrik darstellen soll. Die Auflage beträgt 500 Stück. Das Layout folgt individuellen, freien grafischen Umsetzungen. Die übergeordnete, thematische Klammer lautet:

„Der gefühlte Wert der Lee(h)rstelle“ 

CYNAL bietet jungen Künstler_innen die Möglichkeit, 5 bis 6 Arbeiten abzudrucken. Diese sind insbesondere für eine farbige Doppelseite in de r Heftmitte sowie das Cover vorgesehen. Darüber hinaus wird der/die ausgewählte Künstler_in mit einem kurzen Text im Vorwort der Printausgabe vorgestellt werden.

Um eine Auswahl treffen zu können, bitten wir darum, uns Eure Kunstwerke in elektronischer Form bis 10. Juni 2012 per Email mail@cynal.de zu schicken. Bitte keine Originale! Die Bilddateien (tif, jpg, jpeg, eps) müssen eine Auflösung von 300 dpi haben. Die einzige Beschränkung ist die Abdruckfähigkeit des Werkes! Wir freuen uns auf Eure Beiträge.

Deadline: 10. Juni 2012 (Einsendeschluss)

CYNAL e.V.

Hans-Sachs-Straße 54
D-01129 Dresden

www.cynal.de
mail@cynal.de

überflug 3 löbtau

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fotos: felix liebig, 25. september 2011

der nördliche teil des im april begonnenen spaziergangs folgte nun ein gutes halbes jahr später. bei google-maps.

löbtau nord ist anders:

hier bilden sich von löbtau-süd verschiedene stadtstrukturen ab. es gibt dort den bramsch-tunnel. dort stehen plattenbauten. die flächen zwischen den häusern sind weiter. es gibt hier auch, aber andere, gegensätze. zwischen dem kaffee-mühlen-löbtau und dem plattenbau-löbtau ist ein bruch, der heute mit würfelhäusern bebaut wird. wer erfahren will wie das namensgleiche bramschareal der tlg in der friedrichstadt aussehen soll, kann hier schonmal visionen tanken. andere gegensätzlichkeiten liegen eher im politischen milieu und betreffen bestimmte straßen oder bauten. ist es nicht gut, dass man diese kraft noch spürt?

auch fällt das gelände an der „schanze“  – einem dieser dresdner eigennamen – stark ab und mensch kann ein wenig den blick in richtung friedrichstadt schweifen lassen. unter diesem blick liegen kleingärten, ehem. bahnwohnanlagen, bahnsportanlagen und güterverschiebeanlagen. die wohnverhältnisse sind hier zudem ein wenig „unaufgeräumter“ und die bevölkerung vernehmlich heterogener. man guckt öfter in „hinterhöfe“ oder auch weniger aufgeräumte vorgärten als im süden. hier ist nicht alles umkreist vom bürgerlichen gartenspeck. hier gibt es mehr (öffentliche) ecken zum „hinpinkeln“, alles wirkt auf mich ein wenig lebendiger und doch reichlich zwischengelagert. unentschieden.

nicht alles ist so lebendig. mancherorts wurde das dorf zum umzäunten wohnzirkus, der verwirrender weise bei streetview ausgepixelt ist. wem hilft diese soziale gestik

mein gefühl – vielleicht aber auch nur die diesmal getätigten fotos – eröffnen mir dennoch einen vielgestaltigeren teil der stadt, der mehr freiräume oder zumindest andersartige räume und details bietet mit demzufolge poetischeren anmutungen. verspielter, versonnener als der süden. der blick fand mehr und konnte kritischer agieren. deshalb hier auch mehr fotos. dafür haben wir hier direkt mit leuten sprechen können, wie einer frau die mit tochter vor ihr haus trat um uns ein wenig vom objekt zu berichten. mit anderen lieferten wir uns fotoduelle, anstatt miteinander zu sprechen…

paralleles gibt es allerdings auch. während die stützenden strukturen mancherorts im süden aus metall sind, sind diejenigen im norden eben aus holz; das ist der epoche geschuldet und macht doch visuell eindruck.

übrigens wurde reichlich saatgut ausgebracht, das vom verregneten unkrautsalon übrig war. hier dürfen wir auf das frühjahr gespannt sein, wenn die saat der stadtteil(be)arbeit(ung) aufgeht… durch die blume gesprochen.

wichtig für uns:

der stadtteil hat ein gesicht und menschen, die dieses gesicht auch zeigen!

ideen.werk.stadt.laden

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fotos: felix liebig, 28. september 2011

nach zwei spaziergängen in löbtau – verteilt über die spanne von einem halben jahr – wurde das gesammelte material in einer ideenwerkstatt verarbeitet. hierzu lieferte ich den einstieg und die methode. der rest war kooperative praxis.

+++ ideen.werk.stadt nun immer am letzten mittwoch im monat ab 18 uhr im werk.stadt.laden, wernerstraße 21, löbtau +++

rückblende:

„überflug1“ wurde als artikel in dem neu aufgelegten stadtteilmagazin „la pösch“ vom werk.stadt.laden in löbtau abgedruckt. parallel fanden auch andere im schreiben, zeichnen, fotografieren ihren anflug auf löbtau.
„überflug2“ fand als spaziergang am 30. april 2011 in löbtau-süd mit ausdehnung bis zur bienertmühle statt. an einem herrlichen frühlingstag. mit vielen jungen leuten. aber auch mit einem echten ortspolitischen experten. wir waren mit impressionen verblieben und ich hatte den wunsch nach kritischer reflektion für teil 2 geäußert.
+ „überflug3“ schließlich erschloss ebenfalls als spaziergang am 25. september 2011 löbtau-nord. an einem ebenfalls herrlichen noch-spätsommer-tag. diesmal mit weniger jungen menschen und einigen neuen gästen. ein szenisch sehr anderer rundgang. auch routinierter. ankündigung gab es wie folgt:

25.9. – 13 Uhr: Überflug 3 – Stadtteilspaziergang

Wie im ers­ten Teil des Rund­gangs (Ende April), wer­den wir auch dies­mal durch Löb­tau wan­dern
und Inter­es­san­tes begu­cken. Dies­mal in Löbtau-Nord. Letz­tes Mal war Süd. Weil das super war
beim letz­ten Mal und wir ein­fach nicht alles geschafft haben. Komm mit und hör dir hal­bes und
gan­zes Wis­sen über Städ­te­bau, Stadt­teil­his­to­rie und den gan­zen ande­ren Eigen­tüm­lich­kei­ten
die­ses Löb­tau an. Kuh-Löbte ward es näm­lich frü­her mal genannt.

das kritische auge der beteiligten köpfe hatte im frühjahr grund genug gefunden, sich löbtau und vor allem seine freiräume genauer unter die lupe zu nehmen. zahlreiche runden im stadtteil folgten. die spaziergänge konnten dies institutionalisieren. die ideen.werk.stadt sollte nun das dort zeichnerisch, auditiv, visuell, fotografisch, wie auch immer gesammelte material zusammenfassen und verarbeiten. die ankündigung:

28.9. – 18 Uhr: Ideen.Werk.Stadt – Zukunftswerkstatt

„Das Ziel einer Zukunfts­werk­statt ist es, daß
Men­schen für eine gewisse Zeit an einem Ort
zusam­men­kom­men und gemein­sam nach krea­ti­ven Lösun­gen
für ein drän­gen­des Pro­blem oder eine Auf­gabe suchen.“
Rein­hard Sell­now: Die Methode der Zukunfts­werk­statt, 1998

Stadt­um­bau von Unten ist ja erst­mal groß gespuckt. Es gab da auch schon diverse Ansätze.
Sowas klappt nicht von selbst, da sollte man sich zusam­men­tun und über­le­gen, was über­haupt
an der Reihe ist. Wie seht ihr Löb­tau? Mögt ihr euren Stadt­teil? Inter­es­siert Ihr euch für alles vor
der Haus­tür? Ein unvor­ein­ge­nom­me­nes Tref­fen, wo wir gemein­sam ein Bild ent­wi­ckeln wol­len.
Oder bes­ser: Ganz viele. Viel­leicht nur ein biss­chen infor­mie­ren, was so los ist. Zu Gast ist
Felix Lie­big (Kultur!ngenieur), der bereits in Pie­schen erfolg­reich auf dem Gebiet Stadt­teil­ar­beit

agiert. Selbst­ver­ständ­lich gibts auch Snacks und Drinks.

eine ideenwerkstatt ist schon noch etwas anderes als eine zukunftswerkstatt: siehe das methodenlexikon der sowi-online-seite dazu, das ich am abend vorher noch ausdruckte, obwohl ich unserer sache ziemlich sicher war. das war uns dann erstmal egal. der augen erfahrung ist der hände arbeit; der kritische prozess vollzieht sich von der hand in den kopf und zurück im handeln. einer werkstatt aus ideen ist deshalb ein ideenmodell gemäß. stifte und baumaterial gibt es da immer genug. zeitgenössische technik zur verkoppelung mit dem handwerk auch. also bauten wir einen tisch mit styropor und papier, daneben einen beamer und computer mit touchpad auf und legten los. schicht für schicht entwickelte sich kooperativ die sicht der beteilgten spaziergänger und interessenten auf löbtau in klein und in 3d:

zunächst vollzogen wir den grundriss von löbtau mit stiften nach. darauf entwickelte sich bereits viel interpretierende zeichnung. als nächstes element verarbeiteten wir die gesammelten aufzeichnungen mit dokumentationen und ideen der spaziergänger in zahnstocher-krepp-fähnchen. danach war es nicht mehr weit zu einer dreidimensionalen interpretation von ideen mit den gegebenen „baustoffen“. drumrum gab’s die unterstützenden snacks und drinks, die in die arbeit mit einflossen. auch exemplarische fundstücke des alltages wurden als repräsentanten verarbeitet im modell.

ich selbst habe es als rückfall in die bausteinjahre im kindergarten empfunden, von denen mir einige erinnerungen erhalten sind. für die stadtteilarbeit war es ein exemplarischer start, der erste schritt für die zukünftig an jedem letzten mittwoch im monat ab 18 uhr stattfindenden ideenwerkstätten, die darauf „aufbauen“ sollen!

wohnzimmerspionage_eins

10. Juni 2011

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fotos: mit freundlicher unterstützung von annette nickel, wirklich herzlichen dank!

text folgt … prompt:

alles organisatorische zu den „wohnzimmerspionen“ findet ihr im kalender auf der metropole pieschen website.
das tagebuch schreibe ich erstmal hier:

+++ am freitag 15. juli 2011 wieder ab 22 uhr machen wir pieschen unsicher+++
+++ am samstag 16. juli 2011 gibt es zudem ab 14 uhr einen spaziergang im rahmen der u r b a n o f e e l–ausstellung in der krautwaldfabrik +++

dank annette gibt es herrlich diffus–verzerrte und intuitiv–stimmungsvolle nachtbilder vom geschehen in pieschen. was war da los?

wohnzimmerspione auf tour.

die ersten eindrücke haben wir zu siebent gesammelt. schon jetzt sind einige überraschungen hinter den fassaden zum vorschein gekommen. die zwei stunden zeit funktionieren gut. dies soll fortgesetzt werden.

vorschläge für neue orte und die ausgestaltung können jetzt abgegeben werden!

es hat sich bereits angekündigt, dass wir nachher noch ein bier in der fabrik oder an einem ort auf dem weg nehmen sollten (von „fusspils“ halte ich in diesem zusammenhang nicht ganz so viel …) aber das war ja geplant und regt die gedanken an. auch sind wir uns sicher einig, dass ein gewollter oder ungewollter „hausbesuch“ beim nächsten mal absolut erstrebenswert ist.

bitte fragt alle im pieschener bekanntenkreis nach interessierten!

so ein besuch sollte ungezwungen sein. ca. viertel stunde. kurzes gespräch über ort, zeit, wohnen. dann weiter, wenn nicht die sympathie für ein längeres verweilen spricht.

was noch?

wir kamen auf einiges. zum beispiel sprachen wir über die „gardinensteuer“, die es in den niederlanden gegeben haben soll. ein beitrag hierzu bei wikipedia klärt auf.

mir erscheint auch das bewusste verweilen und einhören an einem ort interessant. was im nachbarhhof gesprochen wird am grill oder was von ferne heranschallt. dann besser einfach hingehen und mitreden. aber auch die entdeckungen hinter den gardinen. was freitag abend so gemacht wird, wo sonst scheinbar wirklich im innersten pieschen die bürgersteige hochklappen und nur an frequenten straßen und treffpunkten das leben tobt. auch das könnte näher untersucht werden.

hausaufgabe *smile*

wo wollt ihr hin?
was / wen wollt ihr sehen?
was könnte spione noch herausfordern?

gibt es geeignete dokumentationswerkzeuge?
gibt es möglichkeiten zur intervention?

Kunst- und Kulturfabrik Krautwald 2011

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fotos war-zustand: felix liebig & ralf nowak, grafiken: conny cobra & nadja nitsche

nachdem das sachsenbad in dresden-pieschen der ig „metropole pieschen“ wiederholt vom liegenschaftsamt für zwecke der kulturellen überbrückung seines vegetativen verfalls versagt wurde, war seit zwei jahren die ehem. r. krautwald maschinenfabrik auf der torgauer straße 38 in das blickfeld gerückt.

bereits seit 2008 waren beauftragt von der metropole pieschen künstler im artist-run-space „koloni“ und angeschlossenem künstlerhaus auf der torgauer straße 40 unter leitung der künstler jens besser & kata huszar ansässig. mit dem eigentümer ist vertraglich eine zwischennutzung gegen miete vereinbart worden. das haus war nach der anlaufzeit gut gebucht. ausstellungen & veranstaltungen fanden regelmäßig statt.

während dieser zeit kamen unregelmäßige gespräche mit den eigentümern bzw. dem hausverwalter des grundstückes zustande. ausschlaggebend für intensivere gespräche war letztlich die übertragung des besitzes auf einen in dresden-pieschen ansässigen bauträger. künstler und vor ort tätige handwerker sowie der bauleiter des bauträgers kamen zunehmend auf dem hof zusammen. als gemeinsamer gesprächsinhalt stellte sich die geschichte des ortes als ex-ballsaal und über hundertjährige maschinenfabrik heraus. ebenso fanden die akteure über ganz alltägliche interessenlagen im umgang mit der immobilie bzw. den anliegen der jeweiligen anwesenheit zueinander.

diese menschliche grundlage im praghmatischen vor ort wurde ergänzt auf der ebene des administrativen im büro:

im zusammenhang mit den vorgesprächen für die zukunftswerkstatt „pieschen 2020“ fanden stefanie fuhrmann und felix liebig den weg zum inhaber des bauträgers. hier wurde die frage nach einer kooperation zur zwischennutzung des als bauvorhaben noch nicht genehmigten saales direkt gestellt.

kunst- und kulturfabrik krautwald 2011.

alltägliche und administrative aktivitäten ergänzen sich weiterhin. inzwischen hat sich eine gruppe von knapp 25 mehr oder weniger aktiven menschen um die metropole pieschen, den trägerverein pro pieschen e.v. und die künstlerin conny cobra in ihrer knark-art.gallery gebildet um das projekt zu begleiten. conny cobra – seit mehr als fünf jahren an diesem ort in dresden pieschen-ansässig und tätig– suchte für den „zapfenstreich“ ihrer gallery einen passenden ort und gibt mit ihrem programm ab 1. juni 2011 den startschuss für fünf monate kunst und kultur in der fabrik. das interesse hat bereits über den stadtteil hinaus regionale und internationale kulturinteressenten und künstler angesprochen und zur sehr schnellen vernetzung geführt – ausdruck für die langzeitwirkung und überregionalität der fortgeführten arbeit einer lokalen kutlurinitiative wie auch des vielfachen mehrwertes einer initialen kulturförderung durch die stadt dresden 2008.

in der knark-art.gallery auf der torgauer straße 24 treffen sich die organisatoren und interessenten nun jeden mittwoch ab 18 uhr.

mit blick auf die verzahnung im stadtteil und bei den menschen hat sich an diesem ort des früheren vergnügens und der arbeit in mehr als 100 jahren kürzlich ein ehemaliger mitarbeiter vorgestellt. das aufräumen und reinigen des raumes geht einher mit diversen erkenntnissen über seine frühere nutzung – nun auch tatsächlich menschlich. mit etwas glück wird uns der frühere mitarbeiter anhand von fotos und zeugenberichten einblick geben können.

die maschinenfabrik verzahnt nun geschichte, kunst und kultur mit den menschen im stadtteil.
das plakat von conny cobra gibt dies ohne gleichen wieder:

zapf_plak

einige der akteure:

stephan popella

– anikó töppel – stawowy media

– nadja nitsche – N2

– susann wagner – schultheater dresden

– ralf nowak – initiator der metropole pieschen

– carsten möller – scargo designbüro

– lothar lange – freiraum elbtal e.v.

rebecca jane jones

– jesn klant & kathrin peine – studio 24 tango argentino

yaelle dorison

magnetoregal

foto & grafiken: felix liebig

in einer beginnenden serie von raumbildenden regalen ergründe ich nicht nur die notwendigkeiten des jeweiligen ordnungsbedarfs. daneben eröffnen sich einblicke in die innere (arbeits)struktur des auftraggebers. sein raumgestalterischer nutzen ist zugleich mein arbeitskultureller zugewinn.

im eingehen auf die strukturellen anliegen werden auch ästhetische angelegenheiten und raumbedürfnisse erforscht. die gestaltung nimmt bezug auf inhalte der arbeit des auftragfgebers, z.b. in farbe, material, abmessungen.

das regal ist bislang ein konzept.
die garderobe als teil dieses konzeptes ist das erste entworfene fragment der serie.

in diesem projekt liegt das augenmerk auf arbeitsinhalten der leitertechnik.

mit dem auftraggeber findet ein prozess des herantastens an die aufgabe statt. nutzer und planer versuchen gemeinsam die nächsten und wichtigsten schritte zu ergründen und herauszufinden wofür am meisten ordnungsbedarf herrscht, wofür geld da ist, in welchem umfang ein erster schritt also auch umgesetzt werden kann.

garderobe