»Es war einmal im Krautwald« – Ein Nachruf

Text: c/o Metropole Pieschen, Agathe Lisok
Bild: c/o Metropole Pieschen, unbekannter Autor

Ein Aufruf zum Nachruf aus der Metropole Pieschen erreicht den Kultur!ngenieur. Bitte folgen sie jetzt:

»Es war einmal im Krautwald« – Ein Nachruf auf die ehemalige R. Krautwald Maschinenfabrik in Pieschen

»Erinnerung ist eine Form der Begegnung.« (Khalil Gibran)

Der Abriss der ehemaligen Maschinenfabrik auf der Torgauer Straße 38 ist beendet. Im letzten Jahr war sie Veranstaltungsort zahlreicher Ausstellungen, Konzerte und Aktionen – die Kunst- und Kulturfabrik Krautwald hat als temporäres Projekt in Pieschen mit großem Erfolg statt gefunden.

Nun startet die METROPOLE PIESCHEN die Aktion »Es war einmal im Krautwald«. Inhalt des Projektes ist die Recherche und Sammlung von Erinnerungsstücken jeglicher Art. Ob Bilder, Collagen, Skizzen, Geschichten, Fundstücke oder nur drei Schlagworte – wir wollen die Erinnerung lebendig halten und einen persönlichen Eindruck der Fabrik von ehemaligen Arbeitern, Nachbarn, Gästen zusammentragen und so einen Raum der Begegnung von Erinnerung schaffen. In einer abschließenden Ausstellung werden die gesammelten »Fundstücke« präsentiert.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Zuschriften. Bitte leitet/leiten Sie doch diese Nachricht in nichtelektronischer Form an Personen weiter, die wir mit E-Mails nicht erreichen.

Postkartengröße ist ausreichend, Einsendeschluss ist der 31.10.2012

An: Agathe Lisok
Torgauer Straße 25
01127 Dresden

Herzlichst grüßt die METROPOLE PIESCHEN
www.metropole-pieschen.org

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die knarks und die krauts und die kunst

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fotos: felix liebig; werke: c/o die künstler & kulturschaffenden

wir drehen am zahnrad,
in der ex. r. krautwald maschinenfabrik.

ZAPFENSTREICH

in diesem besonderen falle vom 1. bis 6 juni 2011 sind es die künstler um conny cobra.
und was dabei zustande kommt, kann der geneigte betrachter hier erahnen …

REVISION

in der zwischenzeit hat sich viel getan,
ich habe das verfolgt,
weitere fotos zeugen davon.

kunst und kultur – vor allem aber selbstbestimmtes handeln – versetzen orte in einen neuen daseinszustand.
auch conny cobra zitiert joseph beuys:

kunst als soziale plastik

was mir in der fabrik als „jungfräulichkeit“ des plastischen erscheint:
die korrespondenz des werdenden,
die poesie des unfertigen.


raumkunst,
kunstwerke,
werkzeuge,
zeugnisse,

ein noch loses sammelsurium reichhaltiger gegenstände.
mitunter microskopisch,
plus die menschen, die diese gegenstände durch ihr handeln erst kontextualisieren,

in ein verhältnis setzen.

hier greift mehr ineinander als ein paar zahnräder,
die übersetzung dieses „gebtriebes“ ist stufenlos:
von  herantasten bis zupacken und wieder loslassen.

der erste gang ist eingelegt für den krautwald–sommer.

u.v.a.m.

ein hoch auf den kontemplativen leerlauf!

Kunst- und Kulturfabrik Krautwald 2011

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fotos war-zustand: felix liebig & ralf nowak, grafiken: conny cobra & nadja nitsche

nachdem das sachsenbad in dresden-pieschen der ig „metropole pieschen“ wiederholt vom liegenschaftsamt für zwecke der kulturellen überbrückung seines vegetativen verfalls versagt wurde, war seit zwei jahren die ehem. r. krautwald maschinenfabrik auf der torgauer straße 38 in das blickfeld gerückt.

bereits seit 2008 waren beauftragt von der metropole pieschen künstler im artist-run-space „koloni“ und angeschlossenem künstlerhaus auf der torgauer straße 40 unter leitung der künstler jens besser & kata huszar ansässig. mit dem eigentümer ist vertraglich eine zwischennutzung gegen miete vereinbart worden. das haus war nach der anlaufzeit gut gebucht. ausstellungen & veranstaltungen fanden regelmäßig statt.

während dieser zeit kamen unregelmäßige gespräche mit den eigentümern bzw. dem hausverwalter des grundstückes zustande. ausschlaggebend für intensivere gespräche war letztlich die übertragung des besitzes auf einen in dresden-pieschen ansässigen bauträger. künstler und vor ort tätige handwerker sowie der bauleiter des bauträgers kamen zunehmend auf dem hof zusammen. als gemeinsamer gesprächsinhalt stellte sich die geschichte des ortes als ex-ballsaal und über hundertjährige maschinenfabrik heraus. ebenso fanden die akteure über ganz alltägliche interessenlagen im umgang mit der immobilie bzw. den anliegen der jeweiligen anwesenheit zueinander.

diese menschliche grundlage im praghmatischen vor ort wurde ergänzt auf der ebene des administrativen im büro:

im zusammenhang mit den vorgesprächen für die zukunftswerkstatt „pieschen 2020“ fanden stefanie fuhrmann und felix liebig den weg zum inhaber des bauträgers. hier wurde die frage nach einer kooperation zur zwischennutzung des als bauvorhaben noch nicht genehmigten saales direkt gestellt.

kunst- und kulturfabrik krautwald 2011.

alltägliche und administrative aktivitäten ergänzen sich weiterhin. inzwischen hat sich eine gruppe von knapp 25 mehr oder weniger aktiven menschen um die metropole pieschen, den trägerverein pro pieschen e.v. und die künstlerin conny cobra in ihrer knark-art.gallery gebildet um das projekt zu begleiten. conny cobra – seit mehr als fünf jahren an diesem ort in dresden pieschen-ansässig und tätig– suchte für den „zapfenstreich“ ihrer gallery einen passenden ort und gibt mit ihrem programm ab 1. juni 2011 den startschuss für fünf monate kunst und kultur in der fabrik. das interesse hat bereits über den stadtteil hinaus regionale und internationale kulturinteressenten und künstler angesprochen und zur sehr schnellen vernetzung geführt – ausdruck für die langzeitwirkung und überregionalität der fortgeführten arbeit einer lokalen kutlurinitiative wie auch des vielfachen mehrwertes einer initialen kulturförderung durch die stadt dresden 2008.

in der knark-art.gallery auf der torgauer straße 24 treffen sich die organisatoren und interessenten nun jeden mittwoch ab 18 uhr.

mit blick auf die verzahnung im stadtteil und bei den menschen hat sich an diesem ort des früheren vergnügens und der arbeit in mehr als 100 jahren kürzlich ein ehemaliger mitarbeiter vorgestellt. das aufräumen und reinigen des raumes geht einher mit diversen erkenntnissen über seine frühere nutzung – nun auch tatsächlich menschlich. mit etwas glück wird uns der frühere mitarbeiter anhand von fotos und zeugenberichten einblick geben können.

die maschinenfabrik verzahnt nun geschichte, kunst und kultur mit den menschen im stadtteil.
das plakat von conny cobra gibt dies ohne gleichen wieder:

zapf_plak

einige der akteure:

stephan popella

– anikó töppel – stawowy media

– nadja nitsche – N2

– susann wagner – schultheater dresden

– ralf nowak – initiator der metropole pieschen

– carsten möller – scargo designbüro

– lothar lange – freiraum elbtal e.v.

rebecca jane jones

– jesn klant & kathrin peine – studio 24 tango argentino

yaelle dorison

überflug 2

foto: felix liebig, dazwischengeflogen

nach meiner beteiligung am artikel ‚überflug löbtau‘ für das stadtteilmagazin „LA PÖSCH“ des werk.statt.laden nun der zweite streich.
ich werde im separaten post davon berichten und auch die kollegen vom werk.statt.laden werden ihre version anbieten. nur soviel: wir haben sechs stunden eindrücke gesammelt und sind nicht mehr nach löbtau nord bzw. zur ideenwerkstatt gekommen.

vorweg eine ungefilterte mitteilung zum werk.statt.laden selbst:

weiterführende informationen sind momentan nur direkt im Werk.Stadt.Laden erhältlich,
welcher jeden sonntag
 von 15-20uhr zu kaffee und kuchen / brezel und bier geöffnet ist,
sowie über unsere printmedien die seit einigen
 wochen im umlauf sind.
im internet wird man bisher nur spärlich fündig, daran wird noch gearbeitet.

vorab auch die exklusive, unerläßliche und wunderschöne karte zum spaziergang von marc schmidt: ueber_map

und hier noch die (fast) ungefilterte ankündigung zur nachlese:
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am SAMSTAG den 30/04/2011 um 13uhr am Werk.Stadt.Laden auf der WERNERSTRAßE
‚ÜBERFLUG 2‘ ein aktiver stadtspaziergang
durch dresden löbtau mit anschließender ideenwerkstatt

Als abschließende Veranstaltung zu unserem letzten Projekt, dem Stadtteilmagazin ‚LA PÖSCH‘ bieten wir einen Stadtrundgang an. Gemeinsam erkunden wir die Eigentümlichkeiten Dresden Löbtaus, indem wir markante Orte begehen. Wir wollen hier und da kurz verharren, ein paar Hintergrundinformationen fallen lassen und mit euch herausfinden, wie sich Stadtraum an den unterschiedlichsten Plätzen anfühlt. Das Ganze ist auch als Anreiz zu einem Diskurs in Themenfeldern wie Städtebau, Soziologie, Natur, Lebensraum zu verstehen. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu einer illustren Runde in unserem Laden zusammen zu kommen.

Begleitet wird diese Veranstaltung u.a. von Felix Liebig (Dipl.-Ing. Architekt und selbsternannter Kulturingenieur), Thomas Jentzsch (Künstler, Gärtner und Assoziationsexperte) und meiner Wenigkeit – Marc Schmidt (schmidtzkatsegrafik druck fotografie kultur).

Der Spaziergang ist gleichzeitig Auftaktveranstaltung zu unserem nächsten Projekt, dem ‚freiraumsommer‘. Diesen Sommer sind wir mithilfe des Engagements der Mitglieder der ‚freiraumgruppe löbtau‘, Fördermitteln der EU und der Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt Dresden Drauf und Dran, einen partizipativen Prozess einzuleiten, der sich mit der Gestaltung von Lebensraum in Dresden Löbtau auseinandersetzt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf ungenutzten Brachflächen und unergonomischen Orten hier im Stadtteil und eben dessen Bearbeitung mit Methoden, die wir gemeinsam entwickeln wollen. Diese Sätze seien lediglich ein kleiner Appetitmacher für das, was nicht mehr aufzuhalten ist. Weitere Informationen folgen zeitnah.
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fA!

freiheit Aushalten!

grafik: felix liebig, montage

an irgendeinem punkt um neujahr 2011 herum ging mir „das jahr der spaziergänge“ durch den kopf.
was man so findet auf seinen streifzügen! – manchmal auch auf einem ganz normalen weg von A nach B.

schwarz auf gelb

in dresden nichts besonderes;

wir leben in einer gesellschaft aus territorien und sichtbaren wie unsichtbaren handlungsanweisungen. (farb)codes! dem eigentlichen kulturgemäß-menschlichen handeln wird dabei in den seltensten fällen entsprochen. ritualisierung! freiräume sind kostbar geworden, aber es gibt sie. dies u.a. zu erforschen und zu ändern machen sich neben urbanofeel viele andere menschen zur aufgabe.

im alltag sehr präsent und doch übersehen sind dennoch diese schilder.
in der auseinandersetzung mit oben gesagtem und dem menschlichen bedürfnis nach (frei)raum  – also auch meinem freidenken – entstand das etwas abgewandelte schild:

freiheit Aushalten!

es begegnet uns tagtäglich. ein ready-made! überall da, wo freiheit anlässlich des omnipotenten und omnipräsenten eichmaßes unseres fortschritts eingegrenzt, gefiltert, abgezäunt, verschränkt wird – es kommt auf die lesart an.

wie in so vielen dingen im leben sollte man wissen, ob man aufgrund eigener bewegung vorwärts will oder lieber fortschreiten lässt. freiheit muss man in der tat jeden tag aushalten können, wenn man menschlich wachsen will. aber wem sage ich das … raum ist universell und denken ist universell. zunächst.

es kommt mehr hinzu:

dass der mensch das aushalten nicht immer kann, sieht man, wenn er mit echter freiheit konfrontiert ist, z.b. allein in einem großen raum, oder vor der entscheidung zwischen einer unbestimmbaren chance und einer sicheren rezeptur wählen zu müssen. und das ist menschlich.

aber: wir sind so ausgiebig und umfassend mit rezepturen für alles und jedes – mit produkten – umgeben, dass wir es gar nicht mehr wissen, wie man aus nichts etwas machen oder aus einem toten ort einen lebendigen platz machen kann. dass das spaß machen kann! unsere „neue realität“ (oder auch erweiterte realität der jetztzeit) hält uns bereits an sanften fesseln. wir müssen nicht mehr entscheiden. alle bedürfnisse sind schon gedeckt und erzeugt. die „dritte industrialisierung“ rollt. die produkte werden immer besser. uns geht es blendend.

was also müssen wir eigentlich noch aushalten? oder was treibt uns noch an?

aushalten müssen wir sogar einiges; all jenes, das von perfekten produkten nicht bedient werden kann. von z.b. unvermittelter und ungehinderter aggression durch menschen, die dem selbstdarstellungszwang im engmaschigen netz angepriesener ‚freiheit‘ nicht mehr standhalten über die – sinnlich aggressive – überfülle an „unnötigen“ informationen im stadtraum bis zu den tatsächlichen sinnlichen beanspruchungen, zu denen wir kaum noch vordringen, weil keiner mehr den sinn und einfluss perfekter produkte auf unsere frei(t)räume hinterfragt.
angetrieben werden wir trotzdem von mehr als dem erhalt der existenz. von neugierde, von der eigendynamik unseres bewußtseins. dem folgen wir so selten ernsthaft, dass immernoch die mär von der notwendigkeit der 40h-woche oder das paradighma (paradoghma?) von der leistungsgesellschaft funktionieren.

womit wir wieder beim fortschritt sind.

und jetzt explizit zum (auto)mobil, weil das z.t. hinter meiner argumentation steckt – als metapher: ich selbst bin überzeugt, dass die ikonen unseres gesellschaftlichen fortschritts uns womöglich ungeheuer aufhalten. das kann jeder jeden tag auf den einfallstraßen der großstadt beobachten. keine zeit für einfälle. ausfälle vielmehr. abfälle sowieso und abgase. stress. unsinn.

das perfekte sinnbild einer trägen, ungebremsten hülle (aus versprechungen), die das eigene agieren altern läßt und behäbig macht und unbeherrschbar die lebenszeit rafft.

in dresden möchte man dem nun mit echtzeit-verkehrsbeeinflussung begegnen. siehe den film „the italien job“! „welcome to dresden’s automated traffic control and operation centre“. die einbahnstraße in den köpfen, die schranken, die unsichtbaren roten ampeln, der subtile gasfuss im täglichen leben (z.b. beim morgentlichen schwimmen der berufspendler in der freiberger straße); das alles wird davon nicht verschwinden. und das ist nur ein laster unserer fortschrittlichen gesellschaft, der/das nichts trägt. nicht nur aus der atomkraft sollten wir bald aussteigen.

soviel zum kulturpessimismus ;)

ich träume von einer gesellschaft, in der wir die freiheit haben uns so zu bewegen wie wir das für richtig halten und zeit zum entdecken haben.

spaziergänge helfen dabei, sich ein paar dinge in echtzeit genauer anzusehen und zu reflektieren. nicht nur das sichtbare, auch das dazwischen. den raum zu öffnen durch das bewußte und nur mental zielgerichtete bewegen ohne ziel. sie machen optimistisch, weil alles noch vor uns liegt. der „innere visionär“ der schamanen ist nicht so abwegig. gehen und denken interagieren. im spazierengehen überlagern sich wahrnehmung und auseinandersetzung. zumal im dialog mit mitgängern. perspektiven wechseln dynamisch. das „dynamische seminar“.

davon gab es dieses jahr bereits einige und wird es weitere geben; in pieschern, in löbtau, in der friedrichstadt und dazwischen…

bitte aussteigen.

ps: 4. september 2011: freiheit Aushalten! bei google googlen und staunen. kultur ist ein prozess paralleler gedankenwelten, die irgendwann aufeinandertreffen. interessant dabei sind buch und theaterstück!

pieschener zukunft

Zukunftswerkstatt Pieschen 2020 – Lebens(t)raum

Liebe Pieschener,

vielleicht haben auch Sie sich schon gefragt: Wie geht es mit Pieschen weiter?

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Unter dem Titel „Pieschen 2020 – Lebens(t)raum“ findet vom 15. bis 17. April 2011 eine Ideen- und Zukunftswerkstatt im Stadtteilzentrum Emmers statt.

Zu diesem Anlass laden wir Sie ein, als repräsentative Vertreter verschiedenster Lebensbereiche im Stadtteil ihre Ideen und Visionen über die Zukunft Pieschens an einem Wochenende zu erkunden, zusammenzutragen und aufzuzeigen.

Die Veranstaltung beginnt am Freitagnachmittag, 15.4.2011 um 17.00 Uhr, mit einer Einführungsrunde und Input-Referaten. Sie endet am Sonntagabend gegen 17.00 Uhr mit einer Zusammenfassung aller Ergebnisse.

Im Anschluss der Werkstatt findet eine öffentliche Ausstellung der Ergebnisse im Ortsamt statt.

In einer öffentlichen Runde möchten wir im Anschluss mit allen Interessierten und Beteiligten gemeinsam die gesammelten Ideen für Pieschen zur Diskussion stellen, Fragen beantworten und Anregungen über die Machbarkeit und Unterstützung geben. Das Ergebnis wird dem Stadtplanungsamt für die Einbeziehung in künftige Planungen überreicht.

Neben der Teilnahme an der Zukunftswerkstatt, die nur eine begrenzte Personenzahl von 30 zulässt, kann sich jeder Bürger Pieschens über eine Ideenpostkarte bzw. schriftlich in den Prozess einbringen.

Anmelden:
können Sie sich über die Internetseite des Herbert-Wehner Bildungswerkes oder über die letzte Faltseite auf dem Informationsflyer ‚Pieschen 2020 – Lebens(t)raum‘.

Die Teilnahmegebühr der Zukunftswerkstatt wird durch die Kooperationspartner abgedeckt, sodass Ihnen keine Kosten entstehen. Ein Catering ist inbegriffen.

Gestalten Sie mit!

… z.B. mit der IDEENPOSTKARTE! So können sie direkt am Gestalten des Stadtteils Pieschen teilhaben: Einfach Ihre IDEE, Ihre SORGE, Ihren WUNSCH auf der Postkarte erklären, zeichnen, malen und in einen der IDEENBRIEFKÄSTEN werfen. Die IDEENPOSTKARTEN liegen überall im Stadtteil aus. Die eingereichten Beiträge zeigen wir zur Zukunftswerkstatt und in der folgenden Ausstellung.

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Alle Informationen und die ständige Begleitung des Projektes finden Sie auch auf dem Blog http://www.pieschen2020.wordpress.com !!!

Termine:

Zukunftswerkstatt
Freitag 15. – Sonntag 17. April 2011 im Stadtteilzentrum Emmers
Ausstellung
Dienstag 19. April bis Sonntag 15. Mai 2011 im Ortsamt Pieschen
offene Diskussionsrunde
Samstag 14. Mai 2011 im Bürgersaal des Ortsamts Pieschen

Ort & Ideenbriefkasten der ZUKUWE:
‘Stadtteilzentrum EMMERS’, Grosser Saal, Bürgerstraße 68, HH, 01127 Dresden-Pieschen, ehem. Schule zwischen Elbcenter und Nettomarkt

Ideenbriefkästen:
am ‚Emmers‘, im Ortsamt Pieschen und in der Stadtteilbibliothek
(Auslage der Ideenpostkarten in örtlichen Geschäften, im Emmers, in der Stadtteilbibliothek und im Ortsamt)

Programm:

 Freitag, 15.04.2011 von 17–20 Uhr, Phase I: Bestandsaufnahme und Kritik
 Samstag, 16.04.2011 von 09–19 Uhr, Phase II: Utopie / Phantasie mit Stadt-Spaziergang
 Sonntag, 17.04.2011 von 09–17 Uhr, Phase III: Verwirklichung / Praxis

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Die Veranstaltung findet statt als Kooperation zwischen Stefanie Fuhrmann, Dipl.Ing. für Umweltschutz und Raumordnung und Felix Liebig, Kultur!ngenieur mit dem Herbert-Wehner- Bildungswerk, Pro Pieschen e.V., Stadtplanungsamt Dresden und Stadtteilzentrum Emmers.

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Kontakt für Fragen und Anregungen:

‚urbanofeel-koop‘ Stefanie Fuhrmann & Felix Liebig
E-Mail: urbano.feel@googlemail.com
Telefon: 0351 3743387 / 0351 4662766
Post: urbanofeel Postfach 28 02 31, 01142 Dresden

pieschener zukunft

zukunftswerkstatt – pieschen 2020

für den stadtteil dresden-pieschen führen wir mitte april 2011 eine zukunftswerkstatt durch.

pieschener zukunft

die veranstaltung findet statt in kooperation des herbert-wehner-bildungswerkes, des pro pieschen e.v., des stadtteilzentrum emmers der outlaw ggmbh und des stadtplanungsamtes dresden. eine zusammenarbeit mit dipl.ing. umweltschutz und raumordnung, stefanie fuhrmann.

vorraussichtlicher termin: 15.–17.4.2011.
vorraussichtlicher ort: ’stadtteilzentrum emmers‘, grosser saal, dresden-pieschen, am ‚elbcentre‘.

im folgenden der pressetext:

„Das Ziel einer Zukunftswerkstatt ist es, daß Menschen für eine gewisse Zeit an einem Ort zusammenkommen und gemeinsam nach kreativen Lösungen für ein drängendes Problem oder eine Aufgabe suchen.“ (Zitat, Reinhard Sellnow, Einführung in die Methode der Zukunftswerkstatt)

Dresden-Pieschen, ein ‚Transitstadtteil‘, ist geprägt von einer verhältnismässig heterogenen Bevölkerungszusammensetzung, die relativ jung ist, eine vergleichsweise hohen Anteil sozial Benachteiligter aufweist und ethnisch eine breite Mischung besitzt. Demgegenüber besitzt der Stadtteil einen baulich mittlerweile nahezu homogenen Bestand und sehr gute Infrastruktur. Hervorstechend sind allerdings die sozialen und auch städtebaulichen kulturellen Mängel wie z.b. das unsanierte Sachsenbad.

Aus dem Podiumsgespräch des (Herbert-Wehner-Werkes) „Mein Stadtteil 2020: Lebens(T)raum Pieschen“ gingen drei Grundstränge der Betrachtung von Pieschen durch die Beteiligten hervor – 1 Städtebaulich wichtige Orte, 2 Potentiale von Brachen und Grünräumen sowie 3 Strukturen für soziales und kulturelles Bürgerengagement.

Motivation für die Zukunftswerkstatt ist damit das Bewußtmachen eines bestehenden Stadtentwicklungsprozesses. Einerseits bei den Bürgern selbst, die ermuntert werden sollen zur Beteiligung und selbstorganisierten Mitgestaltung ihres Stadtteils. Andererseits bei den Vertretern der Stadt, die gewonnen werden sollen die Beteiligung der Bürger als identitätsstiftenden Prozess zu unterstützen und damit den Wert des Stadtteils zu befördern. Es soll eine Bildungsplattform für ein besseres Verstehen von Stadtentwicklung bei allen Beteiligten geschaffen werden.

Anliegen der Zukunftswerkstatt in Pieschen ist zunächst das Sammeln von Ideen für den Stadtteil in der Perspektive auf das Jahr 2020. Diese Ideen sollen in der Zukunftswerkstatt konkretisiert und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Dabei ist das Ziel der Veranstaltung, das Kompendium an konkreten Aufgaben gemeinsam mit Stadt und Bürgern in Arbeitsgruppen weiter in die Umsetzungsphase zu begleiten. Die Werktatt will sich der (Stadt)Planung integrativ anbieten, indem sie Bedürfnisse und Visionen für den Stadtteil anhand von gemeinsamen Leitbildern kulturell vermittelt.

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In einem zweiten Schritt werden potentiell Betroffene und Interessierte eingeladen um ihre Vorstellungen auf der gegebenen Grundlage zu genauer zu verhandeln. Im dritten und finalen Schritt werden die entstandenen Leitbilder in Konzepten der Stadtplanung übergeben.