»Es war einmal im Krautwald« – Ein Nachruf

Text: c/o Metropole Pieschen, Agathe Lisok
Bild: c/o Metropole Pieschen, unbekannter Autor

Ein Aufruf zum Nachruf aus der Metropole Pieschen erreicht den Kultur!ngenieur. Bitte folgen sie jetzt:

»Es war einmal im Krautwald« – Ein Nachruf auf die ehemalige R. Krautwald Maschinenfabrik in Pieschen

»Erinnerung ist eine Form der Begegnung.« (Khalil Gibran)

Der Abriss der ehemaligen Maschinenfabrik auf der Torgauer Straße 38 ist beendet. Im letzten Jahr war sie Veranstaltungsort zahlreicher Ausstellungen, Konzerte und Aktionen – die Kunst- und Kulturfabrik Krautwald hat als temporäres Projekt in Pieschen mit großem Erfolg statt gefunden.

Nun startet die METROPOLE PIESCHEN die Aktion »Es war einmal im Krautwald«. Inhalt des Projektes ist die Recherche und Sammlung von Erinnerungsstücken jeglicher Art. Ob Bilder, Collagen, Skizzen, Geschichten, Fundstücke oder nur drei Schlagworte – wir wollen die Erinnerung lebendig halten und einen persönlichen Eindruck der Fabrik von ehemaligen Arbeitern, Nachbarn, Gästen zusammentragen und so einen Raum der Begegnung von Erinnerung schaffen. In einer abschließenden Ausstellung werden die gesammelten »Fundstücke« präsentiert.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Zuschriften. Bitte leitet/leiten Sie doch diese Nachricht in nichtelektronischer Form an Personen weiter, die wir mit E-Mails nicht erreichen.

Postkartengröße ist ausreichend, Einsendeschluss ist der 31.10.2012

An: Agathe Lisok
Torgauer Straße 25
01127 Dresden

Herzlichst grüßt die METROPOLE PIESCHEN
www.metropole-pieschen.org

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wohnzimmersp!onage #13 AN / AUS

foto & grafik: felix liebig

juli 2012: wohnzimmersp!onage #13 AN / AUS

++ zeitpunkt: freitag, 20. juli 2012 um 21:00 uhr ++
++ gastgeber: metropole pieschen & überraschungsgäste ++
++ treffpunkt: brunnen der haltestelle „altpieschen / elbcenter, leipziger straße, 01127 dresden ++

idee >>> AN / AUS

„AN I AUS: pieschen war schon immer etwas ander(e)s. AN. was einst ein beschauliches fischerdorf war, wurde „f***pieschen“ und nennt sich nun manchmal schon „vorzeigeviertel“. AUS. als dereinst bäder in jedes haus einzogen, fragte niemand mehr nach dem sachsenbad. AN. wo früher kartonagen produziert wurden, schießen nun wohnpilze aus dem boden. AUS. bald schon werden die wohnzimmerspione im areal der krautwaldfabrik den menschen auf den sonnigen bauch gucken können. AN. im sommer 2012 erkunden sie die lage des privaten haushalts in pieschen – zwischen licht und schatten, ort und welt, schutt und geld. KNIPS.“

im dunkeln ist gut munkeln, stubenhocker aufgepaßt, die wohnzimmerspione kommen! ob löbtau, pieschen oder london – nachtspaziergänge zur lage des privaten haushalts.
die „wohnzimmerspionage“ ist ein hinterwitziger stadtteilspaziergang bei laternenlicht: investigativ & interventionistisch. ziel ist es den abendlichen haushalt im jeweiligen viertel unter die lupe zu nehmen und dabei zum streunerischen aufenthalt im freien und diskursiven ruhen auf der couch anzuregen. hoch vom sofa zuhause und rauf auf’s sofa bei jemand anderem! vielleicht in einem anderen stadtteil, vielleicht nebenan. mehr dazu im leitartikel!

++ ein format von kultur!ngenieur felix liebig in kooperation mit gastgebern & gästen. ++

Krautwaldakademie startet am 30. Dezember

Vom 30.12.2011 bis 27.01.2012 immer freitags von 11-23 Uhr steht die Krautwaldfabrik allen Künstlern und Kunstliebhabern zur Verfügung: als offenes Gemeinschafts-Atelier und sich stets verändernder Ausstellungsraum.

Die KRAUTWALDAKADEMIE lädt ein zum künstlerischen Schaffen, regen Austausch, fruchtbaren Gemeinschaftsarbeiten, Gesprächen, Theater, Spontanlesungen, Tanzen, und wer-weiß-wenn-nicht-ihr-was-noch und bietet Platz für Kulissenbau, Theatermalerei, Groß- und Kleinskulpturen, Actionpainting, Architekturskizzen und Fotosessions!

Der alte Ballsaal soll noch einmal bevölkert werden – mit Menschen und KUNST und KULTUR! Tagsüber als offenes Atelier für parallel stattfindende künstlerische Aktivitäten aller Art, am Abend als Ort der Kunstbetrachtung.

Seid einfach bereit für das letzte Aufbäumen vor dem wohl nun doch unvermeidlichen Tod eines wunderschönen und geschichtsträchtigen Raumes!

carpe diem! carpe noctem! carpe krautwald!

Wir wünschen Euch / Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Auch 2012 freuen wir uns auf einen Besuch der Krautwaldfabrik.

—–

v.i.S.d.P:

nadja goernert,
kunst- und kulturfabrik krautwald,
c/o metropole pieschen,
zieglerstraße 5, 01217 dresden

wohnzimmerspionage_zwei

15. juli 2011

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fotos: felix liebig, kultur!ngenieur

eine runde tour.
die fotos sind diesmal von mir. habe mich aber von anic inspirieren lassen!

+++ wer gern etwas beitragen möchte zur doku (karte jan?), der möge kommentieren oder mir schreiben. vielen dank. +++

wir kamen an dem alten haus am ortsamt pieschen vorbei.
die bewohner sind erst im frühjahr ausgezogen und nun steht dort ein italo-eis-wagen.
hier zur auflösung der wohnung einge fotos von lothar lange (freiraum elbtal e.v.)

 „zwischen 1950 und 2011-ddr archäologie bei einer haushaltsauflösung in Pieschen“

es wurde verschiedentlich der wunsch nach einem filmabend geäußert.
dies könnte ja anlässlich der nächsten spionage_drei am 19. august  2011 passieren – technik wäre vorhanden.

bringt alle tolle filme mit!

insbesondere interessiert hier der film über das ehem. obdachlosenasyl in altpieschen von bernd kilian und eckhardt reichel 1999/2000. es gibt dazu verschiedenen zweite oder dritte fundsachen im web und „altpieschen film“.
zum ort eine seite der ehrenamtlichen stadtteilhistoriker über altpieschen.

was noch?

es war eine klasse sinnliche und ruhige stimmung!
so kann der eine oder die andere vielleicht erspüren, dass demnächst auch mal eine wohnuhng von innen zu erspähen sein wird…
es ist eben eine ganz eigene athmosphäre, abends im dunkeln um die häuser zu ziehen, wenn die menschen ihre sinne langsam nach innen ins heimelnde kehren und man vor ihrem fenster im dunkeln nicht mehr gesehen wird und unter einiger pietät ein wenig zugucken kann bei dia-abenden oder im gegenlicht dinge sieht, die tags nicht sichtbar sind oder einige türen plätzlich doch mal aufgehen und man plötzlich mitten drin steht bzw. orte erschließt, die man bisher nicht erschlossen hat. na, und allerhand kreaturen treiben sich ja auch noch rum.

spionier. spionier. 

wohnzimmerspionage_eins

10. Juni 2011

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fotos: mit freundlicher unterstützung von annette nickel, wirklich herzlichen dank!

text folgt … prompt:

alles organisatorische zu den „wohnzimmerspionen“ findet ihr im kalender auf der metropole pieschen website.
das tagebuch schreibe ich erstmal hier:

+++ am freitag 15. juli 2011 wieder ab 22 uhr machen wir pieschen unsicher+++
+++ am samstag 16. juli 2011 gibt es zudem ab 14 uhr einen spaziergang im rahmen der u r b a n o f e e l–ausstellung in der krautwaldfabrik +++

dank annette gibt es herrlich diffus–verzerrte und intuitiv–stimmungsvolle nachtbilder vom geschehen in pieschen. was war da los?

wohnzimmerspione auf tour.

die ersten eindrücke haben wir zu siebent gesammelt. schon jetzt sind einige überraschungen hinter den fassaden zum vorschein gekommen. die zwei stunden zeit funktionieren gut. dies soll fortgesetzt werden.

vorschläge für neue orte und die ausgestaltung können jetzt abgegeben werden!

es hat sich bereits angekündigt, dass wir nachher noch ein bier in der fabrik oder an einem ort auf dem weg nehmen sollten (von „fusspils“ halte ich in diesem zusammenhang nicht ganz so viel …) aber das war ja geplant und regt die gedanken an. auch sind wir uns sicher einig, dass ein gewollter oder ungewollter „hausbesuch“ beim nächsten mal absolut erstrebenswert ist.

bitte fragt alle im pieschener bekanntenkreis nach interessierten!

so ein besuch sollte ungezwungen sein. ca. viertel stunde. kurzes gespräch über ort, zeit, wohnen. dann weiter, wenn nicht die sympathie für ein längeres verweilen spricht.

was noch?

wir kamen auf einiges. zum beispiel sprachen wir über die „gardinensteuer“, die es in den niederlanden gegeben haben soll. ein beitrag hierzu bei wikipedia klärt auf.

mir erscheint auch das bewusste verweilen und einhören an einem ort interessant. was im nachbarhhof gesprochen wird am grill oder was von ferne heranschallt. dann besser einfach hingehen und mitreden. aber auch die entdeckungen hinter den gardinen. was freitag abend so gemacht wird, wo sonst scheinbar wirklich im innersten pieschen die bürgersteige hochklappen und nur an frequenten straßen und treffpunkten das leben tobt. auch das könnte näher untersucht werden.

hausaufgabe *smile*

wo wollt ihr hin?
was / wen wollt ihr sehen?
was könnte spione noch herausfordern?

gibt es geeignete dokumentationswerkzeuge?
gibt es möglichkeiten zur intervention?

pieschener zukunft

zukunftswerkstatt – pieschen 2020

für den stadtteil dresden-pieschen führen wir mitte april 2011 eine zukunftswerkstatt durch.

pieschener zukunft

die veranstaltung findet statt in kooperation des herbert-wehner-bildungswerkes, des pro pieschen e.v., des stadtteilzentrum emmers der outlaw ggmbh und des stadtplanungsamtes dresden. eine zusammenarbeit mit dipl.ing. umweltschutz und raumordnung, stefanie fuhrmann.

vorraussichtlicher termin: 15.–17.4.2011.
vorraussichtlicher ort: ’stadtteilzentrum emmers‘, grosser saal, dresden-pieschen, am ‚elbcentre‘.

im folgenden der pressetext:

„Das Ziel einer Zukunftswerkstatt ist es, daß Menschen für eine gewisse Zeit an einem Ort zusammenkommen und gemeinsam nach kreativen Lösungen für ein drängendes Problem oder eine Aufgabe suchen.“ (Zitat, Reinhard Sellnow, Einführung in die Methode der Zukunftswerkstatt)

Dresden-Pieschen, ein ‚Transitstadtteil‘, ist geprägt von einer verhältnismässig heterogenen Bevölkerungszusammensetzung, die relativ jung ist, eine vergleichsweise hohen Anteil sozial Benachteiligter aufweist und ethnisch eine breite Mischung besitzt. Demgegenüber besitzt der Stadtteil einen baulich mittlerweile nahezu homogenen Bestand und sehr gute Infrastruktur. Hervorstechend sind allerdings die sozialen und auch städtebaulichen kulturellen Mängel wie z.b. das unsanierte Sachsenbad.

Aus dem Podiumsgespräch des (Herbert-Wehner-Werkes) „Mein Stadtteil 2020: Lebens(T)raum Pieschen“ gingen drei Grundstränge der Betrachtung von Pieschen durch die Beteiligten hervor – 1 Städtebaulich wichtige Orte, 2 Potentiale von Brachen und Grünräumen sowie 3 Strukturen für soziales und kulturelles Bürgerengagement.

Motivation für die Zukunftswerkstatt ist damit das Bewußtmachen eines bestehenden Stadtentwicklungsprozesses. Einerseits bei den Bürgern selbst, die ermuntert werden sollen zur Beteiligung und selbstorganisierten Mitgestaltung ihres Stadtteils. Andererseits bei den Vertretern der Stadt, die gewonnen werden sollen die Beteiligung der Bürger als identitätsstiftenden Prozess zu unterstützen und damit den Wert des Stadtteils zu befördern. Es soll eine Bildungsplattform für ein besseres Verstehen von Stadtentwicklung bei allen Beteiligten geschaffen werden.

Anliegen der Zukunftswerkstatt in Pieschen ist zunächst das Sammeln von Ideen für den Stadtteil in der Perspektive auf das Jahr 2020. Diese Ideen sollen in der Zukunftswerkstatt konkretisiert und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Dabei ist das Ziel der Veranstaltung, das Kompendium an konkreten Aufgaben gemeinsam mit Stadt und Bürgern in Arbeitsgruppen weiter in die Umsetzungsphase zu begleiten. Die Werktatt will sich der (Stadt)Planung integrativ anbieten, indem sie Bedürfnisse und Visionen für den Stadtteil anhand von gemeinsamen Leitbildern kulturell vermittelt.

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In einem zweiten Schritt werden potentiell Betroffene und Interessierte eingeladen um ihre Vorstellungen auf der gegebenen Grundlage zu genauer zu verhandeln. Im dritten und finalen Schritt werden die entstandenen Leitbilder in Konzepten der Stadtplanung übergeben.

video out now: our house is your house

das video zeigt einen zusammenschnitt der tagung ‚our house is your house‘ im september 2010 bei ‚geh8 – künstlerhaus & ateliers‘

<p><a href=“http://vimeo.com/18986877″>OUR HOUSE IS YOUR HOUSE</a> from <a href=“http://vimeo.com/etfa“>Eintagsfliegenakrobatik</a&gt; on <a href=“http://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

das vertexten deutsch-englisch hatte ich übernommen. credits siehe link!

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the video refers to the artists‘ conference ‚our house is your house‘ in september 2010 at ‚geh8 – artist-run-space & studios‘

textwork german-english was done by myself. for credits follow the link!