freiheit Aushalten! #6 KINDISCH

juni 2012 fA!6: kindisch

++ zeit: 1.6.2012, 16 uhr ++ achtung: vorverlegung! ++
++ ort: kesselsdorfer straße, ecke poststraße, brache am „mephisto“, 01159 dresden ++
++ gastgeber:   u r b a n o f e e l   kooperationsgemeinschaft ++

thema >>> KINDISCH

ist doch kindisch! ja, aber das ist gut so. denn es ist kindertag am 1.6. und außerdem ist straßenfest in löbtau.

es gibt wenigstens 15 synonyme für das wort „kindisch“ im deutschen und sogar ein ort heißt hierzulande so. der ist knapp 50 km von dresden entfernt. also begeben wir uns nach „kindisch“ und gucken mal was es dort zu holen gibt ;) – aber nur mit dem finger auf der landkarte!

kinder haben freiheiten, die erwachsene nicht haben, denn die natur will es so. und eigentlich – bei rechtem licht betrachtet – sind die erwachsenen den kindern ganz schön neidisch dafür ;) die kooperationsgemeinschaft   u r b a n o f e e l   hat mit 15 kindern der „theaterkita“ in dresden-löbtau die stadt, ihre klänge und die farben in einem wahrnehmungsprojekt erforscht. das ist der anlass für die frage: wie halten eigentlich kinder die freiheit aus, in der sie leben?

u r b a n o f e e l   hat im projekt entdeckt, dass die kids damit sehr kreativ umgehen und dass erwachsene davon sehr viel lernen können! deshalb gibt freiheit Aushalten! #6 dem kind in uns spielraum: sie sucht im stadtraum nach spielorten: wer wollte schon immer mal einen brief nach „kindisch“ schreiben? wer möchte sich aus rumliegendem krams eigenes spielzeug bauen? wer will endlich mal auf eine laterne klettern?

hier ist platz dafür. oh nee, das ist doch kindisch!

„freiheit Aushalten!“ dient als diskursvorlage für akute themen der kultur(arbeit). in der diskursvorlage „freiheit Aushalten!“ finden erkundungen zum wert der kultur statt. diese können in ihrer form gespräche, vorträge, filmvorführungen, spaziergänge oder anderes sein. sie finden an orten statt, die es inhaltlich verdient haben, mit leuten, die fachlich kompetent sind, zu themen, die ort und leute mit der frage beschäftigen: wie frei sind wir eigentlich?
mehr dazu im leitartikel.

++ ein format von kultur!ngenieur felix liebig in kooperation mit gastgebern & gästen ++


Werbeanzeigen
frontispiz

buchbinden vs. lasercutten

Diese Diashow benötigt JavaScript.

fotos: felix liebig, bücher: felix liebig; laserlab: matthias röder

>>>>>

DER KURS IST MITTLERWEILE VOLL. ICH FREUE MICH ÜBER INTERESSENTEN FÜR DEN NÄCHSTEN WORKSHOP!

>>>>>

> die termine für das buchbinden liegen in drei folgewochen auf dem mittwoch:

4. april, 11. april, 18. april – start je 19 uhr. dauer je ca. 3 stunden. 

> das buchbinden gliedert sich in drei werkstatttage wie folgt:

tag 1 _ 4.4. _ grundlagen, hefte und buchblock binden, verleimen
_ dazwischen das (be)schneiden des buchblocks in einer externen werkstatt
tag 2 _ 11.4. _ einband und buchrücken erstellen
tag 3 _ 18.4. _ umschlaggestaltung und abschluss

>>>>>

freunde der buchbinderei,

gebt mir bitte rückmeldung zur teilnahme:
felixliebig@gmx.net, kommentar auf kultur!ngenieur.com oder +49 351 4662766.

> der kultur!ngenieur hat das buchbinden wiederentdeckt. ein altes handwerk! (wiki)

am 31. januar 2012 gab es im werk.stadt.laden einen ersten teaser. dazu ein paar eindrücke in diesem artikel. zwei aktuelle beispiele aus dem kultur!ngenieurbüro findet ihr in den fotos.

> jetzt wurde der ruf nach mehr laut. buchbinden macht spaß. buchbinden braucht zeit. die nehmen wir uns. und lassen hightech auf tradition los.

deshalb laden kultur!ngenieur & werk.stadt.laden im april zu einer serie von drei werkstatttagen zum buchbinden mit einer genialen option: tradition meets haitech. das buchbinden ist eingebettet in ein weiteres angebot des werk.stadt.laden im märz & april – das laser lab, eine hightech laserwerkstatt mit dem professionellen epilog helix lasercutter > hier mehr info dazu: Projektvorstellung_lasercutter_red. mit ein bischen glück kommt sogar noch das papierschöpfen hinzu, das aber zum redaktionsschluss noch nicht feststand. bitte werkstadtladen.de checken!

> achtung: die teilnehmerzahl ist raum- und werkzeugbedingt begrenzt auf 15!

für getränke ist gesorgt. der workshop findet auf unkostenbasis statt. dafür bitten wir euch um anmeldung zur planung und bereithalten von 5 € für das material. grundsätzlich gilt: buchbinden ist traditionell eine kulturtechnik aus papier, pappe und leim sowie ein wenig stoff und zwirn. vermittelt wird die traditionelle technik als basis für mehr oder weniger. das steht euch danch frei. fast alles im laden teuer zu erstehende buchbindematerial kann alternativ kostenlos oder günstiger herbeigeschafft werden. auch werkzeuge sind zumeist schon bei jedem irgendwie vorhanden. vieles hat der werk.stadt.laden oder der kultur!ngenieur auch dabei. schaut vor allem nach den dekorativen ideen und dem format für euer buch in sachen papier und umschlag! eine material- und bezugsliste als vorschlag gibt es hier > 120224_buchbinden_material_bezug.

> den wörkshop leitet felix liebig, kultur!ngenieur, teil der werk.stadt.laden-bande.

> die projekte aus der laser- und buchbindearbeit sollen zusammen mit anderen inhalten in einer acht.stunden.ausstellung am 28. april gezeigt werden.

> für die anderen angebote informiert euch bitte über werkstadtladen.de und meldet euch an. dort können gesondert kosten anfallen. der lasercutter kann während des buchbindens von euch situativ genutzt werden kann. die einweisung ist im werk.stadt.laden möglich. das papierschöpfen wäre sicher eine feine ergänzung vor dem buchbinden. wir dürfen gespannt sein.

ver-bind-liche-grüße,
euer felix.

Medienkunst bei der CrossMedia Tour in den Herbstferien

Die CrossMedia Tour fährt nochmal auf. In den letzten Workshops in diesem Jahr kannst du dich in den Herbstferien als Medienkünstler ausprobieren und die Dresdner Straßen und Wände mit deinen Bildern, Geräuschen, Figuren und Filmen erobern! Eine Anmeldung ist für folgende kostenfreie Workshops noch möglich:

digitale Fotografie am 15. und 16.10.2011
Mach die Stadt zum Zoo – entwickle Figuren, denen du auf Fenstern der Stadt ein eigenes zu Hause gibst. Finde Perspektiven zum Fotografieren mit deiner Digitalkamera, bei denen Nilpferde auf Kirchturmspitzen tanzen.

Hörspiel vom 17.- 21.10.2011
Du hast Freude daran, Geschichten zu schreiben und möchtest einmal ein Radio-Hörspiel produzieren? Hier lernst du eine eigene Hörgeschichte mit Geräuschen, Sprechrollen und Musik zu entwickeln und umzusetzen.

Pixelpopulation vom 17.10. – 21.10.2011
Von der analogen Zeichnung bis zum Videofilm- deine Pixelfigur erobert Dresden und erwacht dabei zum Leben! Mit dem Dresdner Street Art Künstler Jens Besser eroberst du die Wände der Stadt.

Machinima vom 24.10. – 28.10.2011
Produziere deinen eigenen Computer-Spiel-Film und erfahre dabei, was Internet und Computerspielwelten mit dem Alltag zu tun haben und was du brauchst, um aus einem Computerspiel, einen eigenen Film zu entwickeln.

Musikproduktion vom 24.10. – 28.10.2011
Mit der Unterstützung eines erfahrenen Musikproduzenten kombinierst du selbst eingespielte Instrumente und produzierte Samples zu deinem eigenen Track.

Weitere Informationen zum Programm und Anmeldung unter www.crossmediatour.de

Kontakt:
Almuth Frommhold
Medienkulturzentrum Dresden e.V.

Tel: 0351/31540678

Mail: info [at] crossmediatour [punkt] de

v.i.S.d.P.:
Medienkulturzentrum Dresden e.V., Schandauer Straße 64, 01277 Dresden,
Tel.: 0351 31540-670, Fax: 0351 31540-671, post@medienkulturzentrum.de,
http://www.medienkulturzentrum.de

ideen.werk.stadt.laden

Diese Diashow benötigt JavaScript.

fotos: felix liebig, 28. september 2011

nach zwei spaziergängen in löbtau – verteilt über die spanne von einem halben jahr – wurde das gesammelte material in einer ideenwerkstatt verarbeitet. hierzu lieferte ich den einstieg und die methode. der rest war kooperative praxis.

+++ ideen.werk.stadt nun immer am letzten mittwoch im monat ab 18 uhr im werk.stadt.laden, wernerstraße 21, löbtau +++

rückblende:

„überflug1“ wurde als artikel in dem neu aufgelegten stadtteilmagazin „la pösch“ vom werk.stadt.laden in löbtau abgedruckt. parallel fanden auch andere im schreiben, zeichnen, fotografieren ihren anflug auf löbtau.
„überflug2“ fand als spaziergang am 30. april 2011 in löbtau-süd mit ausdehnung bis zur bienertmühle statt. an einem herrlichen frühlingstag. mit vielen jungen leuten. aber auch mit einem echten ortspolitischen experten. wir waren mit impressionen verblieben und ich hatte den wunsch nach kritischer reflektion für teil 2 geäußert.
+ „überflug3“ schließlich erschloss ebenfalls als spaziergang am 25. september 2011 löbtau-nord. an einem ebenfalls herrlichen noch-spätsommer-tag. diesmal mit weniger jungen menschen und einigen neuen gästen. ein szenisch sehr anderer rundgang. auch routinierter. ankündigung gab es wie folgt:

25.9. – 13 Uhr: Überflug 3 – Stadtteilspaziergang

Wie im ers­ten Teil des Rund­gangs (Ende April), wer­den wir auch dies­mal durch Löb­tau wan­dern
und Inter­es­san­tes begu­cken. Dies­mal in Löbtau-Nord. Letz­tes Mal war Süd. Weil das super war
beim letz­ten Mal und wir ein­fach nicht alles geschafft haben. Komm mit und hör dir hal­bes und
gan­zes Wis­sen über Städ­te­bau, Stadt­teil­his­to­rie und den gan­zen ande­ren Eigen­tüm­lich­kei­ten
die­ses Löb­tau an. Kuh-Löbte ward es näm­lich frü­her mal genannt.

das kritische auge der beteiligten köpfe hatte im frühjahr grund genug gefunden, sich löbtau und vor allem seine freiräume genauer unter die lupe zu nehmen. zahlreiche runden im stadtteil folgten. die spaziergänge konnten dies institutionalisieren. die ideen.werk.stadt sollte nun das dort zeichnerisch, auditiv, visuell, fotografisch, wie auch immer gesammelte material zusammenfassen und verarbeiten. die ankündigung:

28.9. – 18 Uhr: Ideen.Werk.Stadt – Zukunftswerkstatt

„Das Ziel einer Zukunfts­werk­statt ist es, daß
Men­schen für eine gewisse Zeit an einem Ort
zusam­men­kom­men und gemein­sam nach krea­ti­ven Lösun­gen
für ein drän­gen­des Pro­blem oder eine Auf­gabe suchen.“
Rein­hard Sell­now: Die Methode der Zukunfts­werk­statt, 1998

Stadt­um­bau von Unten ist ja erst­mal groß gespuckt. Es gab da auch schon diverse Ansätze.
Sowas klappt nicht von selbst, da sollte man sich zusam­men­tun und über­le­gen, was über­haupt
an der Reihe ist. Wie seht ihr Löb­tau? Mögt ihr euren Stadt­teil? Inter­es­siert Ihr euch für alles vor
der Haus­tür? Ein unvor­ein­ge­nom­me­nes Tref­fen, wo wir gemein­sam ein Bild ent­wi­ckeln wol­len.
Oder bes­ser: Ganz viele. Viel­leicht nur ein biss­chen infor­mie­ren, was so los ist. Zu Gast ist
Felix Lie­big (Kultur!ngenieur), der bereits in Pie­schen erfolg­reich auf dem Gebiet Stadt­teil­ar­beit

agiert. Selbst­ver­ständ­lich gibts auch Snacks und Drinks.

eine ideenwerkstatt ist schon noch etwas anderes als eine zukunftswerkstatt: siehe das methodenlexikon der sowi-online-seite dazu, das ich am abend vorher noch ausdruckte, obwohl ich unserer sache ziemlich sicher war. das war uns dann erstmal egal. der augen erfahrung ist der hände arbeit; der kritische prozess vollzieht sich von der hand in den kopf und zurück im handeln. einer werkstatt aus ideen ist deshalb ein ideenmodell gemäß. stifte und baumaterial gibt es da immer genug. zeitgenössische technik zur verkoppelung mit dem handwerk auch. also bauten wir einen tisch mit styropor und papier, daneben einen beamer und computer mit touchpad auf und legten los. schicht für schicht entwickelte sich kooperativ die sicht der beteilgten spaziergänger und interessenten auf löbtau in klein und in 3d:

zunächst vollzogen wir den grundriss von löbtau mit stiften nach. darauf entwickelte sich bereits viel interpretierende zeichnung. als nächstes element verarbeiteten wir die gesammelten aufzeichnungen mit dokumentationen und ideen der spaziergänger in zahnstocher-krepp-fähnchen. danach war es nicht mehr weit zu einer dreidimensionalen interpretation von ideen mit den gegebenen „baustoffen“. drumrum gab’s die unterstützenden snacks und drinks, die in die arbeit mit einflossen. auch exemplarische fundstücke des alltages wurden als repräsentanten verarbeitet im modell.

ich selbst habe es als rückfall in die bausteinjahre im kindergarten empfunden, von denen mir einige erinnerungen erhalten sind. für die stadtteilarbeit war es ein exemplarischer start, der erste schritt für die zukünftig an jedem letzten mittwoch im monat ab 18 uhr stattfindenden ideenwerkstätten, die darauf „aufbauen“ sollen!

Sommercamp futOUR

Das Sommercamp futOUR war ein wichtiger Baustein in der Entwicklung des Arbeitsfeldes kulturelle Jugendbildung zur Stadtentwicklung.

Fotos werden aufgrund der Bildrechte hier nicht gezeigt, siehe Website unter Bildergalerie.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in Berlin veranstaltet jährlich das Sommercamp futOUR. Das sind zwei Jugendcamps z.Z. in Naumburg / Sachsen-Anhalt und Genewiko / Brandenburg. Die Idee das Camps in meiner Version liegt im Heranführen junger 12 bis 14-jähriger Menschen aus Berlin an die Berufswahl mit Mitteln des Projektlernens.

Ich bin als sog. Teamer im März 2011 in das Team aufgenommen worden, das von den beiden Camps die Fahrt nach Naumburg in das Sporthotel Euroville organisierte. Als Neuling in der Camp-Szene und lediglich Ferienlager-erfahrener Kulturarbeiter eine völlig neue Welt! Zuvor absolvierte ich beim Jugendverein Roter Baum in Dresden die JULEICA und brachte mich mit einem Kurs für Lebensrettende Sofortmaßnahmen beim DRK auf den neuesten Stand für das Camp.

In der Durchführung des Camps erlebte ich drei Phasen:

  • die Vorbereitung des Camps mit zwei Teamertreffen in Berlin und vor Ort in Naumburg und einem offiziellen Treffen mit allen Jugendlichen, Eltern und Organisatoren in Berlin,
  • das Camp mit 20 Tagen Jugendarbeit rund um die Uhr und
  • die Nachbereitung mit dem abermals offiziellen Nachtreffen in Bad Liebenberg.

In drei Teams wurden Projekte vorbereitet und bearbeitet. Gemeinsam wurden Ausflüge veranstaltet und jede Menge Freizeitangebote im Camp gemacht. In unserem Projekt „Platzierung“ (Bau, Planung), das ursprünglich mit dem Thema Energie nach Naumburg gestartet war, warfen wir aufgrund der Vorlieben der Teilnehmer das Thema wieder über den Haufen und orientierten uns neu auf Dinge des täglichen Bedarfs wie v.a. Möbelstücke. Das haben wir und die Jugendlichen im Projekt mit Bravur gemeistert.

Auch die anderen zwei Teams „Inszenierung“ (Stadterkundung / Inrervention) und „Gestaltung“ (Alltagsdesign) waren sehr produktiv. Alle zusammen – und das war das Schönste daran – stellten ihre Ergebnisse zwei Tage lang mitten in Naumburgs Altstadt in einem eigens angemieteten Laden aus. Volle Begeisterung rundum!

Für mich war es eine rundum besondere Erfahrung mit 39 quirligen Jugendlichen und acht bemerkenswerten Teamern zusammenzuarbeiten. Mitgenommen habe ich bis hierher neue Sichtweisen aufgrund der wie ich finde herausragenden Persönlichkeiten unter den Teamern. Ich nehme mit eine neue Einstellung zu Menschen, denn jeder Tag war ein neues Verhandeln der Grundbedingungen des Zusammenlebens mit den Jugendlichen und hat diesbzüglich meinen Blick auf das Wichtigste geschärft. Alles in allem war es ein spannendes und dennoch entspannendes Camp. Natürlich konnte ich auch Naumburg ein wenig kennenlernen, wo ich zuletzt als Kind gewesen war.

Inspiriert hat mich diese Arbeit vor allem im Hinblick auf die auch von u r b a n o f e e l vertretene Ansicht, dass Stadtentwicklung vermehrt über Jugendbildung sta(d)ttfinden sollte. Hieran werde ich weiter intensiv wirken.

wohnzimmerspionage_eins

10. Juni 2011

Diese Diashow benötigt JavaScript.

fotos: mit freundlicher unterstützung von annette nickel, wirklich herzlichen dank!

text folgt … prompt:

alles organisatorische zu den „wohnzimmerspionen“ findet ihr im kalender auf der metropole pieschen website.
das tagebuch schreibe ich erstmal hier:

+++ am freitag 15. juli 2011 wieder ab 22 uhr machen wir pieschen unsicher+++
+++ am samstag 16. juli 2011 gibt es zudem ab 14 uhr einen spaziergang im rahmen der u r b a n o f e e l–ausstellung in der krautwaldfabrik +++

dank annette gibt es herrlich diffus–verzerrte und intuitiv–stimmungsvolle nachtbilder vom geschehen in pieschen. was war da los?

wohnzimmerspione auf tour.

die ersten eindrücke haben wir zu siebent gesammelt. schon jetzt sind einige überraschungen hinter den fassaden zum vorschein gekommen. die zwei stunden zeit funktionieren gut. dies soll fortgesetzt werden.

vorschläge für neue orte und die ausgestaltung können jetzt abgegeben werden!

es hat sich bereits angekündigt, dass wir nachher noch ein bier in der fabrik oder an einem ort auf dem weg nehmen sollten (von „fusspils“ halte ich in diesem zusammenhang nicht ganz so viel …) aber das war ja geplant und regt die gedanken an. auch sind wir uns sicher einig, dass ein gewollter oder ungewollter „hausbesuch“ beim nächsten mal absolut erstrebenswert ist.

bitte fragt alle im pieschener bekanntenkreis nach interessierten!

so ein besuch sollte ungezwungen sein. ca. viertel stunde. kurzes gespräch über ort, zeit, wohnen. dann weiter, wenn nicht die sympathie für ein längeres verweilen spricht.

was noch?

wir kamen auf einiges. zum beispiel sprachen wir über die „gardinensteuer“, die es in den niederlanden gegeben haben soll. ein beitrag hierzu bei wikipedia klärt auf.

mir erscheint auch das bewusste verweilen und einhören an einem ort interessant. was im nachbarhhof gesprochen wird am grill oder was von ferne heranschallt. dann besser einfach hingehen und mitreden. aber auch die entdeckungen hinter den gardinen. was freitag abend so gemacht wird, wo sonst scheinbar wirklich im innersten pieschen die bürgersteige hochklappen und nur an frequenten straßen und treffpunkten das leben tobt. auch das könnte näher untersucht werden.

hausaufgabe *smile*

wo wollt ihr hin?
was / wen wollt ihr sehen?
was könnte spione noch herausfordern?

gibt es geeignete dokumentationswerkzeuge?
gibt es möglichkeiten zur intervention?

Kunst- und Kulturfabrik Krautwald 2011

Diese Diashow benötigt JavaScript.

fotos war-zustand: felix liebig & ralf nowak, grafiken: conny cobra & nadja nitsche

nachdem das sachsenbad in dresden-pieschen der ig „metropole pieschen“ wiederholt vom liegenschaftsamt für zwecke der kulturellen überbrückung seines vegetativen verfalls versagt wurde, war seit zwei jahren die ehem. r. krautwald maschinenfabrik auf der torgauer straße 38 in das blickfeld gerückt.

bereits seit 2008 waren beauftragt von der metropole pieschen künstler im artist-run-space „koloni“ und angeschlossenem künstlerhaus auf der torgauer straße 40 unter leitung der künstler jens besser & kata huszar ansässig. mit dem eigentümer ist vertraglich eine zwischennutzung gegen miete vereinbart worden. das haus war nach der anlaufzeit gut gebucht. ausstellungen & veranstaltungen fanden regelmäßig statt.

während dieser zeit kamen unregelmäßige gespräche mit den eigentümern bzw. dem hausverwalter des grundstückes zustande. ausschlaggebend für intensivere gespräche war letztlich die übertragung des besitzes auf einen in dresden-pieschen ansässigen bauträger. künstler und vor ort tätige handwerker sowie der bauleiter des bauträgers kamen zunehmend auf dem hof zusammen. als gemeinsamer gesprächsinhalt stellte sich die geschichte des ortes als ex-ballsaal und über hundertjährige maschinenfabrik heraus. ebenso fanden die akteure über ganz alltägliche interessenlagen im umgang mit der immobilie bzw. den anliegen der jeweiligen anwesenheit zueinander.

diese menschliche grundlage im praghmatischen vor ort wurde ergänzt auf der ebene des administrativen im büro:

im zusammenhang mit den vorgesprächen für die zukunftswerkstatt „pieschen 2020“ fanden stefanie fuhrmann und felix liebig den weg zum inhaber des bauträgers. hier wurde die frage nach einer kooperation zur zwischennutzung des als bauvorhaben noch nicht genehmigten saales direkt gestellt.

kunst- und kulturfabrik krautwald 2011.

alltägliche und administrative aktivitäten ergänzen sich weiterhin. inzwischen hat sich eine gruppe von knapp 25 mehr oder weniger aktiven menschen um die metropole pieschen, den trägerverein pro pieschen e.v. und die künstlerin conny cobra in ihrer knark-art.gallery gebildet um das projekt zu begleiten. conny cobra – seit mehr als fünf jahren an diesem ort in dresden pieschen-ansässig und tätig– suchte für den „zapfenstreich“ ihrer gallery einen passenden ort und gibt mit ihrem programm ab 1. juni 2011 den startschuss für fünf monate kunst und kultur in der fabrik. das interesse hat bereits über den stadtteil hinaus regionale und internationale kulturinteressenten und künstler angesprochen und zur sehr schnellen vernetzung geführt – ausdruck für die langzeitwirkung und überregionalität der fortgeführten arbeit einer lokalen kutlurinitiative wie auch des vielfachen mehrwertes einer initialen kulturförderung durch die stadt dresden 2008.

in der knark-art.gallery auf der torgauer straße 24 treffen sich die organisatoren und interessenten nun jeden mittwoch ab 18 uhr.

mit blick auf die verzahnung im stadtteil und bei den menschen hat sich an diesem ort des früheren vergnügens und der arbeit in mehr als 100 jahren kürzlich ein ehemaliger mitarbeiter vorgestellt. das aufräumen und reinigen des raumes geht einher mit diversen erkenntnissen über seine frühere nutzung – nun auch tatsächlich menschlich. mit etwas glück wird uns der frühere mitarbeiter anhand von fotos und zeugenberichten einblick geben können.

die maschinenfabrik verzahnt nun geschichte, kunst und kultur mit den menschen im stadtteil.
das plakat von conny cobra gibt dies ohne gleichen wieder:

zapf_plak

einige der akteure:

stephan popella

– anikó töppel – stawowy media

– nadja nitsche – N2

– susann wagner – schultheater dresden

– ralf nowak – initiator der metropole pieschen

– carsten möller – scargo designbüro

– lothar lange – freiraum elbtal e.v.

rebecca jane jones

– jesn klant & kathrin peine – studio 24 tango argentino

yaelle dorison